Kampfhund Tyson in Nebel an Autobahn ausgesetzt – Die Suche läuft!
In Ostprignitz-Ruppin wurde ein American Staffordshire Terrier ausgesetzt. Polizei sucht nach dem Besitzer des Hundes, der gesund ist.

Kampfhund Tyson in Nebel an Autobahn ausgesetzt – Die Suche läuft!
Ein erschütternder Vorfall hat sich am vergangenen Samstagabend auf einem Parkplatz an der Autobahn A24 ereignet. Ein Hundebesitzer hat einen American Staffordshire Terrier ausgesetzt und ihn bei dichtem Nebel zurückgelassen. Die Zeugin, die den Hund nahe Fretzdorf bei Herzsprung entdeckte, alarmierte sofort die Polizei. Der treue Gefährte war an einen Baum gebunden und wirkte verängstigt und einsam. Glücklicherweise war der Hund wohlgenährt und gesund, wie ein Hundefachmann aus Wittstock feststellte, nachdem die Polizei ihn zur Untersuchung holte. Der Rüde, von dem der Name Tyson sowie eine Tiernummer über den Mikrochip abgelesen werden konnte, wurde in eine Tierpension gebracht.
American Staffordshire Terrier gehören in Deutschland zu den sogenannten „Kampfhunden“. Diese Hunderasse wiegt in der Regel etwa 30 Kilogramm und erreicht eine Größe von rund 48 Zentimetern. Laut der Baden-Württemberg.de gelten neben dem American Staffordshire Terrier auch Bullterrier und Pit Bull Terrier als Kampfhunde. Halter solcher Tiere müssen spezielle Auflagen erfüllen, um die Kampfhundeeigenschaft zu widerlegen.
Wichtige Vorschriften für Kampfhundebesitzer
Um eine Erlaubnis zur Haltung eines Kampfhundes zu erhalten, müssen Hundehalter mehrere Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört der Nachweis eines berechtigten Interesses und der Nachweis, dass keine Gefahren von dem Hund ausgehen. Ferner verlangt die Verordnung, dass Kampfhunde bei öffentlichen Auftritten an der Leine geführt und mit einem Maulkorb gesichert werden, sofern sie älter als sechs Monate sind. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Sicherheit im öffentlichen Raum zu gewährleisten. Zudem dürfen Kampfhunde in Deutschland nicht gezüchtet oder gekreuzt werden, und die Halter müssen stets eine Haftpflichtversicherung nachweisen. Bei Verstößen gegen die Verordnung können Geldbußen bis zu 25.565 Euro drohen.
Die Polizei fahndet derzeit nach dem ursprünglichen Besitzer von Tyson und möchte klären, unter welchen Umständen der Hund ausgesetzt wurde. Solche Vorfälle sind nicht nur grausam für die Tiere, sondern werfen auch ein Schlaglicht auf das verantwortungsvolle Halten von Hunden, besonders von Rassen, die als potenziell gefährlich gelten.
Die aufmerksame Zeugin hat durch ihr schnelles Handeln Schlimmeres verhindert und dafür gesorgt, dass der Hund in Sicherheit ist. Die Geschichte von Tyson erinnert uns daran, wie wichtig es ist, hilfsbereit zu sein und Tiere zu schützen, die keine Stimme haben. Bleiben wir also weiterhin aufmerksam und gemeinsam für eine bessere Tierhaltung.