Raubüberfall auf Schausteller in Neuruppin – Polizei sucht Täter!
Raubüberfall auf Schausteller beim Martinimarkt in Neuruppin: Zwei Täter schlagen zu und fordern Geld für ein gestohlenes Handy.

Raubüberfall auf Schausteller in Neuruppin – Polizei sucht Täter!
Ein erschreckender Vorfall erschütterte den Martinimarkt in Neuruppin in der Nacht zum 5. November. Wie die Märkische Allgemeine berichtet, wurde ein 30-jähriger Schausteller von zwei Männern überfallen, während er die Rudolf-Breitscheid-Straße entlangging. Die Täter, Teil einer größeren Personengruppe, forderten sein Handy und gingen dabei rabiat vor. Als der Schausteller sich weigerte, wurde er mehrmals geschlagen und durchwühlt. Sie nahmen das Handy mit und verlangten Geld für dessen Rückgabe.
In einem glücklichen Twist konnte das Opfer entkommen, indem er vorgab, Geld holen zu müssen. Er informierte danach andere Schausteller über den Überfall. Glücklicherweise konnte das Handy später geortet und zurückgeholt werden. Die Polizei nahm zwar Spuren auf, die Täter blieben jedoch zunächst unerkannt, und der Schausteller erlitt lediglich leichte Verletzungen. Die Kriminalpolizei Ostprignitz-Ruppin hat die Ermittlungen übernommen.
Auswirkungen des Martinsmarktes
Der Martinimarkt gilt als eines der Highlights im Veranstaltungskalender von Neuruppin. Trotz des brutalen Überfalls haben sich am Samstag, dem 4. November, viele Besucher bei Regenwetter eingefunden. Zur Freude der Organisatoren verzeichnete der Markt bis zu 15.000 Besucher, wie Blaulichtreport OPR berichtet. Allerdings gab es auch mehrere Zwischenfälle, die die Polizei auf den Plan rief.
Insgesamt wurden am Freitagabend während des Marktes drei Strafanzeigen aufgenommen. Unter anderem erhielten zwei Männer, die bereits zuvor mit einem Platzverweis belegt worden waren, eine weitere Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. Zudem kam es zu einer gefährlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Frauen, bei der eine 24-Jährige verletzt wurde und sich an die Polizei wandte. Auch ein Vorfall, bei dem ein 37-Jähriger versuchte, ein Tablett mit kandierten Erdbeeren zu stehlen, führte zu Problemen. Der Mann beleidigte außerdem einen Sicherheitsdienstmitarbeiter in volksverhetzender Weise.
Der Sicherheitsdienst und die Polizei
Als der Markt weiterlief, sorgte der Sicherheitsdienst dafür, dass solche Vorfälle schnell unter Kontrolle gebracht wurden. Der Zusammenhalt unter den Schaustellern war sichtbar: nachdem der Überfall bekannt wurde, informierten sich alle gegenseitig, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Auch wenn die Ermittlungen noch andauern, zeigt der Einsatz der Polizei, dass Landkreis und Stadt sehr auf die Sicherheit während solcher Veranstaltungen bedacht sind.
Die Vorfälle auf dem Martinimarkt werfen aber auch Fragen zur allgemeinen Sicherheit bei Volksfesten auf. Es bleibt abzuwarten, wie die Ermittlungen weiter verlaufen und welche Maßnahmen künftig getroffen werden, um die Sicherheit der Besucher zu garantieren.