Geburtenknick in Bad Belzig: Betreuungswechsel sorgt für Sorgen!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Bad Belzig kämpft mit sinkenden Kinderzahlen und Personalreduktion in der Betreuung. Bürgermeister fordert Reformen.

Bad Belzig kämpft mit sinkenden Kinderzahlen und Personalreduktion in der Betreuung. Bürgermeister fordert Reformen.
Bad Belzig kämpft mit sinkenden Kinderzahlen und Personalreduktion in der Betreuung. Bürgermeister fordert Reformen.

Geburtenknick in Bad Belzig: Betreuungswechsel sorgt für Sorgen!

In Bad Belzig sorgt ein spürbarer Rückgang der Kinderzahlen für besorgniserregende Entwicklungen im Bereich der Betreuung. Der Kinderförderverein „Wir“ aus Brandenburg an der Havel, der derzeit für den Hort an der Kleinen Grundschule in Dippmannsdorf verantwortlich ist, wird als Träger abgesetzt. Diese Entscheidung wirft Fragen und Besorgnis bei Lehrern, Erziehern, Eltern und vor allem den Kindern auf. Bad Belzigs Bürgermeister Robert Pulz schlägt eine Re-Kommunalisierung der Betreuung vor, um die Situation zu entschärfen.

Laut maz-online.de wird die Notwendigkeit dieses Schrittes durch die Sparzwänge des Kreises Potsdam-Mittelmark verstärkt, die eine Neuausrichtung der Betreuung erfordern. Die Prognosen belegen, dass zum Schuljahresbeginn 2026/27 nur noch 491 Kinder in Bad Belzig betreut werden, was die zukünftige Schaffung und Sicherstellung von Betreuungsplätzen zur Herausforderung macht.

Personalsituation und Trägerschaftswechsel

Aktuell arbeiten sechs Mitarbeiter des „Wir“-Vereins in der Betreuung von knapp 100 Kindern. Um den Betreuungsanforderungen gerecht zu werden, wird ein Vorschlag zur effektiveren Umsetzung in einer einheitlichen kommunalen Trägerschaft vorgestellt. Zudem besteht die Möglichkeit, Erzieher der benachbarten Kita „Waldwichtel“ zur Verstärkung zu ziehen. Dies könnte die Qualität der Betreuung weiterhin gewährleisten, was Claudia Wipfli von der Linken besonders betont. Sie hebt die hohe Akzeptanz des „Wir“-Vereins hervor, der als erster Naturparkhort Deutschlands ausgezeichnet wurde und für dessen Qualität sich viele Eltern starkmachen.

Novitäten kündigen sich auch bei der Trägerschaft an. Katrin Hertel vom „Wir“-Verein hat angeboten, die Kita zu übernehmen. Dies könnte eine Lösung sein, um die bewährte Betreuung aufrechtzuerhalten. Bürgermeister Pulz hingegen sieht in einem Wechsel keine Notwendigkeit für einen Betriebsübergang der Angestellten. Die Diskussion über die Verantwortung für städtische Beschäftigte und deren Ausbildung bleibt weiterhin zentral, und Gitta Wilzer appelliert dafür, den Blick nicht nur auf Zahlen, sondern vor allem auf die Kinder zu richten.

Ein Blick über die Stadtgrenzen

Der Trend zur sinkenden Kinderzahl ist jedoch kein Einzelfall. Auch in Berlin ist ein ähnlicher Rückgang zu beobachten. Wie tagesspiegel.de berichtet, sank die Zahl der in der Kindertagesbetreuung geförderten Kinder um 1,8 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. In der öffentlichen Finanzierung wird genau beobachtet, wie viele Kinder tatsächlich in den Kitas betreut werden. Die Stadt steht möglicherweise vor der Herausforderung, einzelne Kitas zu schließen, sollte die Auslastung nicht dauerhaft gesichert sein.

Die Situation in Bad Belzig spiegelt somit einen größeren Trend in der Region wider. Die Entscheidungsträger müssen sich intensiv mit diesen Entwicklungen auseinander setzen, um den Bedürfnissen der Familien gerecht zu werden und eine qualitativ hochwertige Betreuung sicherzustellen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Fest steht: Die Stimmen aus der Bürgerschaft und die anhaltende Diskussion um die Verantwortung für die junge Generation sind essenziell, um in Bad Belzig und darüber hinaus nachhaltige Lösungen zu finden.