Potsdam plant Millionenumbau: Der Kreml wird zum Uni-Campus!

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Hasso Plattner plant die Sanierung des ehemaligen Landtags in Potsdam zu einem neuen Universitätscampus für 6.000 Studierende.

Hasso Plattner plant die Sanierung des ehemaligen Landtags in Potsdam zu einem neuen Universitätscampus für 6.000 Studierende.
Hasso Plattner plant die Sanierung des ehemaligen Landtags in Potsdam zu einem neuen Universitätscampus für 6.000 Studierende.

Potsdam plant Millionenumbau: Der Kreml wird zum Uni-Campus!

In der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam steht eine beeindruckende Transformation bevor. Die ehemalige Bauruine des Landesparlaments, die am Brauhausberg thront, wird einem umfassenden Umbau unterzogen. Der SAP-Milliardär Hasso Plattner, der mit seiner Vision die Wissenschaftslandschaft an seinem Wohnort beflügeln möchte, hat die finanzielle Unterstützung für dieses milliardenschwere Projekt zugesagt. Dies berichten mehrere Medien, unter anderem Tagesschau.

Das aus den Fugen geratene Gebäude steht seit Herbst 2018 leer und hat stark unter Vandalismus und einem verheerenden Brand im August 2023 gelitten, der den Dachstuhl des Gebäudes verwüstete. Während die Wände abblättern und Gelegenheiten zur Sanierung genommen werden, freut sich die Stadt auf die Pläne zur Revitalisierung des einst als “Potsdamer Kreml” bekannten Gebäudes. Geplant ist, das Areal in einen neuen Universitätscampus für bis zu 6.000 Studierende umzuwandeln. Das gesamte Gelände umfasst stolze 40.000 Quadratmeter.

Ein Blick in die Zukunft

Die Ambitionen des Millionärs gehen jedoch über die Sanierung des alten Landtags hinaus. Plattner möchte die gesamtfläche strukturell neu gestalten, sodass sich der Campus der Universität Potsdam zum vierten Mal erweitern kann. Details dieser zukunftsweisenden Pläne sollen bei einer Präsentation an der Universität Potsdam in Kürze vorgestellt werden, wie rbb24 berichtet. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke wird in diesem Zusammenhang betonen, wie wichtig die Stärkung der Wissenschaftslandschaft für die gesamte Region ist.

Die Schaffung eines neuen Campus wird nicht nur die Ausbildungssituation in Potsdam schärfen, sondern auch die Verbindung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fördern. Im Zuge dessen wird sich das Hasso-Plattner-Institut (HPI) auch vergrößern, um neue Räume für innovative Denkansätze zu schaffen. Der Erweiterungsbau wird mit etwa 3.000 Quadratmetern und 100 modernen Räumen ausgestattet, die höchsten architektonischen Standards entsprechen. Die Pläne für diese Erweiterung stammen von Mark Braun Architekten, und das Design ähnelt einem Bumerang.

Hintergrundgeschichte des Brauhausbergs

Die geschichtsträchtige Nutzung des Brauhausbergs umfasst in den vergangenen Jahrzehnten eine Offiziersschule, das Reichsarchiv, ein Heeresarchiv sowie die Zentrale der SED in der DDR. Die letzten Jahre waren jedoch nicht gerade freundlich zu diesem eindrucksvollen Gebäude, das bis 2013 offiziell als Sitz des Brandenburger Landtags diente. Der Trend zur Vernachlässigung hat das historische Gebäude zur Bauruine werden lassen, die nun aufgerufen ist, eine neue Funktion zu übernehmen.

Im Rahmen des Projekts wird außerdem der alte Turm erneuert, was die historische Substanz bewahren und gleichzeitig neue Akzente setzen soll. Einigen Berichten zufolge werden die endgültigen Pläne in den kommenden Monaten konkretisiert, während die Potsdamer Stadtverordnetenversammlung im September über die notwendigen Genehmigungen beraten wird. Ein möglicher Baubeginn könnte schon in einem Jahr erfolgen, wobei die Bauzeit schätzungsweise drei Jahre in Anspruch nehmen wird.

Wie auch immer man es dreht oder wendet: Auf dem Potsdamer Brauhausberg tut sich derzeit tatsächlich einiges. Potenzial für eine blühende Hochschulbildung und spannende Innovationen werden hier im wahrsten Sinne des Wortes aus den Trümmern gehoben. Bleiben wir gespannt, in welche Richtung dieser millionenschwere Kraftakt noch führen wird. Denn sicher ist: Der Anfang ist gemacht!