Gedenken an die Berliner Mauer: Potsdam erinnert an 64 Jahre Teilung

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Am 13. August 2025 gedenkt Potsdam des Mauerbaus mit Veranstaltungen, Filmvorführungen und Schifffahrten entlang der ehemaligen Grenze.

Am 13. August 2025 gedenkt Potsdam des Mauerbaus mit Veranstaltungen, Filmvorführungen und Schifffahrten entlang der ehemaligen Grenze.
Am 13. August 2025 gedenkt Potsdam des Mauerbaus mit Veranstaltungen, Filmvorführungen und Schifffahrten entlang der ehemaligen Grenze.

Gedenken an die Berliner Mauer: Potsdam erinnert an 64 Jahre Teilung

Am 13. August 2025 jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 64. Mal, und Potsdam gedenkt diesem einschneidenden Datum mit einer Reihe von Veranstaltungen. Wie Potsdam.de berichtet, wird um 14 Uhr an der Skulptur NIKE ‘89 an der Glienicker Brücke das Gedenken mit Kranzniederlegungen und Grußworten eröffnet. Dr. Hagen Wegewitz, der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, sowie Staatssekretär David Kolesnyk werden an dem Gedenkakt teilnehmen und sprechen.

Parallel dazu findet um 15 Uhr der 15. Potsdamer MauerVerlauf statt, der mit einer kostenfreien Schifffahrt durch den Jungfernsee und entlang des ehemaligen Grenzverlaufs aufwartet. Experten und Zeitzeugen werden zur Erörterung des Grenzverlaufs mit an Bord sein.

Vielfältige Gedenkangebote

Bereits um 13 Uhr beginnt das erste Gedenken am Mauerdenkmal am Babelsberger Griebnitzsee, bevor um 18 Uhr in Groß Glienicke eine weitere Gedenkveranstaltung an der Mauergedenkstätte stattfindet. Hier wird auch der Beigeordnete Torsten Wiegel anwesend sein. Bürgermeister Burkhard Exner wird am Abend an der zentralen Gedenkfeier des Landes Brandenburg in Dallgow-Döberitz teilnehmen.

Doch das Gedenken endet nicht am 13. August. Am darauffolgenden Tag, 14. August, um 18 Uhr, zeigt das Potsdam Museum den Dokumentarfilm „Mauerflug“ von 1990. Der Eintritt beträgt sechs Euro, wobei für Jugendliche bis 18 Jahre der Eintritt frei ist. Der Film gilt als Teil des immateriellen UNESCO-Weltkulturerbes, und im Anschluss an die Vorführung gibt es ein Gespräch mit Regisseur Peter Gärtner und Hannes Wittenberg vom Potsdam Museum.

Ein Rückblick in die Geschichte

Der Bau der Mauer begann am 13. August 1961, als die Sektorengrenze zu West-Berlin abgeriegelt wurde. Was als Stacheldrahtverhaue begann, verwandelte sich bald in eine circa zwei Meter hohe Mauer, die nicht nur Berlin in zwei Hälften teilte, sondern auch Potsdam zu einem stark bewachten Teil der Grenze machte. Der Mauerbau führte zu einer grausamen Teilung, die über 28 Jahre andauerte und mindestens 140 Menschen das Leben kostete.

Die Erinnerungen an diesen Teil der Geschichte sind auch in der Gedenkstätte Berliner Mauer in Berlin präsent, die einen zentralen Erinnerungsort bildet. Hier wird die Trennung von Nachbarn und Familien dokumentiert, und das letzte erhaltene Stück der Mauer steht als Mahnmal für die Geschehnisse, die damals stattfanden.

Die Gedenkveranstaltungen in Potsdam sind ein wichtiges Zeichen des kollektiven Gedenkens und der Aufarbeitung dieser dunklen Zeit in der deutschen Geschichte. Sie laden die Bürgerinnen und Bürger ein, zu reflektieren und die Vergangenheit zu würdigen – eine Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte.