Hebammen vom St. Josefs-Krankenhaus Potsdam: Tarifliche Anstellung ab November!

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Ab November 2025 werden die Hebammen des St. Josefs-Krankenhauses Potsdam tariflich angestellt, um wirtschaftlichen Herausforderungen zu begegnen.

Ab November 2025 werden die Hebammen des St. Josefs-Krankenhauses Potsdam tariflich angestellt, um wirtschaftlichen Herausforderungen zu begegnen.
Ab November 2025 werden die Hebammen des St. Josefs-Krankenhauses Potsdam tariflich angestellt, um wirtschaftlichen Herausforderungen zu begegnen.

Hebammen vom St. Josefs-Krankenhaus Potsdam: Tarifliche Anstellung ab November!

In einem weitreichenden Schritt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Hebammen wechselt das Team des St. Josefs-Krankenhauses Potsdam ab November 2025 von freiberuflichen Verträgen in ein tarifliches Angestelltenverhältnis. Dieser entschlossene Schritt ist das Ergebnis der wirtschaftlichen Herausforderungen, die viele freiberufliche Hebammen derzeit belastet, und wurde in enger Zusammenarbeit mit der Klinikleitung beschlossen. Hintergrund sind die Neuerungen im Hebammenhilfevertrag, die teure Einkommenseinbußen von bis zu 30 Prozent nach sich ziehen könnten, wenn nichts unternommen wird. Tagesspiegel berichtet, dass Hebamme Antje Schulz die gestiegenen Versicherungskosten und die höheren Ausgaben für Material, Raum und Verwaltung als Hauptgründe für diese Neuausrichtung anführt.

Die Kollegin Luisa Hamann, ebenfalls Teil des Hebammenteams, äußert sich erleichtert über die gefundene Lösung, die nun eine Geburtshilfe in neuer Organisationsform am St. Josefs ermöglicht. Pro Jahr werden in diesem etablierten Krankenhaus rund 700 Geburten wissenschaftlich begleitet. Die Klinik führt aus, dass die letzten Vergütungsverhandlungen das beliebte Beleghebammensystem faktisch abschaffen und die Vergütung insgesamt reduzieren würden. Ein Umstand, der nicht nur den Hebammen selbst, sondern auch den werdenden Eltern und den Neugeborenen schadet.

Ein Schritt in die Zukunft

Alexander Mommert, der Regionalgeschäftsführer, denkt dabei an die Wichtigkeit einer Lösung, die nicht nur Sicherheit bietet, sondern auch die Vorteile des Beleghebammensystems in eine neue Struktur überführt. Zudem bleibt der bestehende Versorgungsschlüssel und das geburtshilfliche Konzept mit dem Wechsel in die Festanstellung vollständig erhalten, was für alle Beteiligten von enormer Bedeutung ist.

Dr. Siegfried Schlag, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, hebt hervor, dass das neue Modell langfristige Sicherheit für die Hebammen schafft und gleichzeitig den hohen geburtshilflichen Standard sichert, den die Eltern und ihre Kinder zu Recht erwarten dürfen. Mit dem Wechsel in ein Angestelltenverhältnis können sich die Hebammen künftig besser auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, ohne ständig mit wirtschaftlichen Unsicherheiten kämpfen zu müssen.

Wie die Entwicklungen im St. Josefs-Krankenhaus zeigen, können auch in herausfordernden Zeiten Lösungen gefunden werden, die allen Beteiligten zugutekommen. Zumindest auf diesem Gebiet sorgt die Klinik dafür, dass die hochwertige Geburtshilfe in Potsdam weiterhin in besten Händen bleibt.