Potsdam im Feinstaub-Alarm: Ist die Luftqualität wirklich so schlecht?

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Aktuelle Luftqualitätsmessungen in Potsdam zeigen kritische Feinstaubwerte am 11.11.2025. Was bedeutet das für die Gesundheit?

Aktuelle Luftqualitätsmessungen in Potsdam zeigen kritische Feinstaubwerte am 11.11.2025. Was bedeutet das für die Gesundheit?
Aktuelle Luftqualitätsmessungen in Potsdam zeigen kritische Feinstaubwerte am 11.11.2025. Was bedeutet das für die Gesundheit?

Potsdam im Feinstaub-Alarm: Ist die Luftqualität wirklich so schlecht?

Am 11. November 2025 liefern aktuelle Messwerte zur Luftqualität im Potsdamer Zentrum einen aufschlussreichen Blick auf die Situation. Die Messstation hat die Konzentration von Feinstaub (PM10), Stickstoffdioxid und Ozon erfasst. Besonders die Werte für Feinstaub sind von Bedeutung, denn der Grenzwert liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, der jährlich 35 Mal überschritten werden darf. Dass hier mehr als nur Zahlen eine Rolle spielen, zeigt der Bericht der maz-online.de.

Die Luftqualitätsmessungen sind nicht zu unterschätzen. Grenzwerte unterteilen sich in verschiedene Kategorien: Von „gut“ bis „sehr schlecht“ wird die Luftqualität gemessen. So gilt die Luft als „sehr schlecht“, wenn die Werte für Stickstoffdioxid über 200 μg/m³, Feinstaub über 100 μg/m³ oder Ozon über 240 μg/m³ liegen. Der Gesundheitsimpakt ist somit erheblich und kann, wie das European Environment Agency auf ihrer Webseite erklärt, jährlich zu 240.000 vorzeitigen Todesfällen in Europa führen.

Gesundheitliche Auswirkungen achten

Bei schlechter Luftqualität gelten spezielle Empfehlungen, die besonders empfindliche Personen schützen sollen. Im Falle einer “schlechten” Luftqualität wird geraten, körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden, während bei “mäßiger” Luftqualität kurzzeitige gesundheitliche Auswirkungen unwahrscheinlich sind. Insgesamt wird abgeraten von langen Aufenthalten im Freien, wenn die Luftqualität nicht optimal ist. Auf luftdaten.brandenburg.de können aktualisierte Luftgütedaten abgerufen werden und bieten somit eine wichtige Grundlage für Entscheidungen im Alltag.

Wer sich mit Luftqualität beschäftigt, der kommt auch um das Thema Feuerwerk nicht herum. Jedes Jahr werden an Silvester etwa 2050 Tonnen Feinstaub freigesetzt, wovon 1500 Tonnen während der Silvesternacht entweichen. Wetterlagen spielen hier eine große Rolle: Bei Inversionswetterlagen kann es stundenlang zu höheren Feinstaubbelastungen kommen. Das Umweltbundesamt betont, dass der Einfluss von Feuerwerk im Vergleich zur ganzjährigen Belastung gering ist, trotzdem handelt es sich um eine merkliche Quelle für gesundheitsschädlichen Feinstaub.

Klimawandel und Luftqualität

Doch nicht nur menschliche Aktivitäten tragen zur Luftverschmutzung bei. Der Klimawandel hat Einfluss auf Temperatur, Niederschlag und damit auch auf die Luftqualität. Laut der European Environment Agency können Veränderungen in den Emissionen aus natürlichen und menschlichen Quellen die Luftqualität direkt beeinflussen. Auch die Kombination von Hitzestress und Luftverschmutzung erhöht die Sterblichkeitsraten durch Atemwegserkrankungen.

Es ist also mehr als offensichtlich: Die Luftqualität ist ein wichtiges Thema, das uns alle betrifft. Ob bei der Planung von Aktivitäten im Freien oder dem Umgang mit Feuerwerkskörpern – informiert zu sein bringt uns nicht nur in einen gesünderen Alltag, sondern schützt unsere Umwelt langfristig.