Potsdamer Start-up Leef Blattwerk erhält Nachhaltigkeitspreis für Geschirr

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Potsdamer Start-up Leef Blattwerk erhält Nachhaltigkeitspreis für innovative Palmblattgeschirre. Auszeichnungen im Dezember 2025.

Potsdamer Start-up Leef Blattwerk erhält Nachhaltigkeitspreis für innovative Palmblattgeschirre. Auszeichnungen im Dezember 2025.
Potsdamer Start-up Leef Blattwerk erhält Nachhaltigkeitspreis für innovative Palmblattgeschirre. Auszeichnungen im Dezember 2025.

Potsdamer Start-up Leef Blattwerk erhält Nachhaltigkeitspreis für Geschirr

Ein frischer Wind weht durch die Gastronomie: Die Leef Blattwerk GmbH aus Potsdam hat sich mit ihrem innovativen Ansatz in der Herstellung von kompostierbarem Geschirr aus Palmblatt einen Namen gemacht. Im kommenden Dezember wird das Start-up mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Diese Ehrung ist ein weiterer Meilenstein für das Unternehmen, gegründe

t im Jahr 2014, das sich der nachhaltigen Herstellung von Gastronomieprodukten und Verpackungslösungen verschrieben hat. Geschäftsführer Jens Christoph hebt hervor, dass Einwegprodukte nicht per se verwerflich sind, wenn sie umweltfreundlich gestaltet sind, wie etwa die Produkte seines Unternehmens. Die Idee kam Claudio Vietta, als er in Indien auf Geschirr aus Palmblättern stieß, das aus Abfallprodukten der Betelnuss-Plantagen gewonnen wird.

Nachhaltige Materialien und faire Produktion

Die Palmblätter, die für die Herstellung des Geschirrs genutzt werden, fallen während der Erntezeit an und wurden zuvor häufig verbrannt. Durch die Verwendung dieser Blätter wird nicht nur Abfall vermieden, sondern auch eine nachhaltige Produktion garantiert, die ohne Regenwaldrodung auskommt. Zudem sind die Produkte frei von Chemikalien und besitzen eine hervorragende CO₂-Bilanz. Laut Lifeverde ist das Palmblattgeschirr unter anderem hitzebeständig, flüssigkeits- und fettresistent sowie schnittfest. Damit stellt es eine praktische und hygienische Alternative zu herkömmlichem Einweggeschirr dar.

Die Herstellung erfolgt unter fairen Bedingungen und beschäftigt 400 bis 500 Menschen in Indien, überwiegend Frauen. Diese lokale Fertigung unterstützt die Gemeinschaft direkt und bietet den Arbeiter:innen faire Löhne und Arbeitsbedingungen. Der Produktionsprozess umfasst mehrere Schritte: vom Einsammeln und Waschen der Blätter über das Trocknen und Pressen bis hin zur Sterilisation mit UV-Licht.

Ein echtes Rundum-Paket

Leef Blattwerk hat sich auf ein breites Sortiment spezialisiert, das mittlerweile über 1000 verschiedene Produkte umfasst. Diese sind nicht nur auf Weihnachtsmärkten oder bei Großveranstaltungen wie der Potsdamer Schlössernacht erhältlich, sondern auch im eigenen Onlineshop sowie auf Plattformen wie Amazon und eBay. Die positive Resonanz auf die Produkte wurde unter anderem durch Partnerschaften mit Großveranstaltungen, wie etwa dem Karneval der Kulturen 2017, verstärkt.

Ein überaus interessantes Konzept ist auch das unternehmerische Engagement für den Umweltschutz: Für jeden verkauften Teller wird ein Quadratmeter Regenwald in Südamerika gegen Abholzung geschützt. Bisher konnten so über 100 Hektar Regenwald gerettet werden – ein wichtiger Schritt für den Erhalt unseres Planeten.

Leef Blattwerk hat sich nicht nur in Deutschland etabliert, sondern auch internationale Schritte gewagt. 2020 wurde eine Niederlassung in Panama gegründet, und auch die Vertriebsregionen umfassen Europa sowie Lateinamerika. Trotz der internationalen Transporte hat das Unternehmen eine günstige CO₂-Bilanz, was die Nachhaltigkeitsstrategie zusätzlich untermauert.

Mit einem Umsatz von rund 1,7 Millionen Euro im Jahr 2024 und 20 Mitarbeitenden zeigt Leef Blattwerk, dass eine Kombination aus ökonomischem Erfolg und ökologischer Verantwortung möglich ist.