Mellen: Großsteingrab wird zum historischen Highlight der Prignitz!

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Das Großsteingrab Mellen in Prignitz wird aufgewertet, um seine historische Bedeutung und Attraktivität zu steigern.

Das Großsteingrab Mellen in Prignitz wird aufgewertet, um seine historische Bedeutung und Attraktivität zu steigern.
Das Großsteingrab Mellen in Prignitz wird aufgewertet, um seine historische Bedeutung und Attraktivität zu steigern.

Mellen: Großsteingrab wird zum historischen Highlight der Prignitz!

In der beschaulichen Brandenburgischen Landschaft, etwa eine Stunde von Lenzen entfernt, befindet sich das beeindruckende Großsteingrab von Mellen. Dieses archäologische Meisterwerk datiert zurück auf eine Zeit zwischen 3000 und 2500 v. Chr. und ist damit älter als das berühmte Stonehenge. Wie Nordkurier berichtet, wird das Grab nun von den Stadtverordneten in Lenzen ins Rampenlicht gerückt, um seine Bedeutung für die Region stärker zu betonen.

Das beeindruckende Denkmal, das einzige erhaltene Megalithgrab in der Prignitz, diente bis 1845 als Steinbruch. Glücklicherweise wurde es 1887 unter Denkmalschutz gestellt und beeindruckt heute als Teil des Verbundes „Zeitschätze Prignitz“. Michael Kreutzer, ein engagierter Vertreter der Region, hebt die zentrale Rolle des Grabes für die Entwicklung der Gegend hervor. Um die Attraktivität des Geländes zu erhöhen, sind verschiedene Maßnahmen geplant.

Geplante Aufwertungen für Mellen

Die Stadt Lenzen hat große Pläne für die Neugestaltung des Geländes. Dazu gehören:

  • Das Errichten von zwei Stahlaufstellern als „Eingangstor“, die den Zugang zum Grab markieren.
  • Die Schaffung neuer Pkw-Stellplätze mit Rasengittersteinen sowie Fahrradbügel für umweltbewusste Besucher.
  • Eine neue Wegeführung, die für bessere Orientierung sorgt.
  • Eine kreative Installation aus Cortenstahl, die den Transport der Steine in der Jungsteinzeit symbolisiert.
  • Eine Informations-Pulttafel zur Erklärung der Installation und der Bauweise des Grabes.
  • Der Bau von zwei Pavillons, von denen einer eine Grillstelle sowie Informationsmaterial zur Umgebung bieten wird. Der andere wird interaktive Elemente zur Lebensweise der Menschen vor 5000 Jahren umfassen.

Die Gesamtkosten für die Umbauarbeiten belaufen sich auf etwa 237.000 Euro, wovon 75 % durch die LEADER-Mittel der EU gefördert werden. Die Stadt Lenzen wird etwa 29.700 Euro als Eigenanteil beisteuern, um das Projekt voranzutreiben.

Eine Reise in die Vergangenheit

Das Großsteingrab ist nicht nur ein Überbleibsel aus der Steinzeit, sondern hat auch eine mystische Aura. Volkslegenden erzählen von einem „Riesenkönig“, der an diesem Ort begraben liegt, und rund um das Grab sind viele Grabhügel und Steinkreise zu finden. Diese Megalithgräber, auch Dolmen genannt, sind bekannte Denkmäler der Vorgeschichte, die oft aus riesigen Findlingsblöcken errichtet wurden. Leider haben viele Steinschläger und Steinbrecher zu einer Zerstörung der ursprünglichen Grabstätten beigetragen.

Das Mellener Erlebnis wird ergänzt durch seine bemerkenswerte Bauweise: Die Grabkammer misst etwa 22 mal 8 Meter und ist von einer rechteckigen Steinsetzung umgeben. Ursprünglich befand sich über der Kammer ein Hügel, der durch die Jahre und den Steinabbau jedoch verloren ging. Der Zugang zur Grabkammer wurde für jede Bestattung geöffnet, was die lange Nutzung des Platzes verdeutlicht.

In einer Zeit, in der historische Stätten oft in Vergessenheit geraten, zeigt das Engagement der Stadt Lenzen, wie sehr die Gemeinschaft die eigene Geschichte schätzt. Das Großsteingrab von Mellen ist nicht nur ein bedeutendes Monument, sondern auch ein Fenster in die Vergangenheit der Region Prignitz und eine wertvolle Gelegenheit für die Menschen, sich mit dem reichen kulturellen Erbe auseinanderzusetzen.

Während die Umbauten anstehen und die Planung voranschreitet, bleibt das Grab ein faszinierendes Ziel und ein bedeutender Teil der Identität der Region. Die Neuheiten versprechen, das Erbe noch lebendiger zu gestalten und ein breiteres Publikum zu gewinnen, das sich für die Geheimnisse der Megalithkultur interessiert. Mehr Informationen zur touristischen Bedeutung des Grabes finden sich auf der Webseite des Landkreises Prignitz.