Künstler eröffnet kulturellen Treffpunkt Zum alten Nussbaum in Vorpommern
Gregor Krampitz eröffnet mit seinem alten Bauernhof in Neu Kosenow einen Ort für Kunst und Kultur. Weihnachtsmarkt am 6. Dezember!

Künstler eröffnet kulturellen Treffpunkt Zum alten Nussbaum in Vorpommern
In einem malerischen Teil Vorpommerns hat der Berliner Künstler Gregor Krampitz einen alten Bauernhof erworben, der das Potenzial hat, das Kulturleben der Region zu beleben. Der über 150 Jahre alte Dreiseitenhof in Neu Kosenow, der vier Jahre leer stand, wird zukünftig unter dem Namen „Zum alten Nussbaum“ bekannt sein. Das Highlight des Hofes ist ein majestätischer, alter Walnussbaum, der nicht nur eine Augenweide ist, sondern auch die kreative Vision Krampitz‘ anzieht. Er hat bereits mit der Sanierung des Bauernhauses begonnen – und das mit einem handwerklichen Geschick, das auf seiner Ausbildung basiert.
Der selbstständige Foto-Stahlkünstler hat in Berlin gelebt und gearbeitet und bringt mit seinen Werken das Thema Vergänglichkeit und Veränderung auf beeindruckende Art und Weise zur Geltung. Er nutzt verrottete Stahlbleche in Kombination mit einem speziellen fototechnischen Verfahren. Mit dem Kauf des Hofes verfolgt Krampitz das Ziel, einen Ort für Kunst und Kultur zu schaffen, der auch der Gemeinschaft dient. Am 6. Dezember wird der Hof mit einem Weihnachtsmarkt, der Kunst und Handwerk vereint, das erste große Event nach seiner Eröffnung feiern. Eine Ausstellung seiner Werke wird ebenfalls zu sehen sein, während die Feuerwehr und der örtliche Kulturverein tatkräftig bei der Veranstaltung unterstützen werden.
Kreative Räume für Künstler und die Gemeinde
Die Planung für den Hof sieht großzügige Umgestaltungen vor. Eine große Scheune wird zum Ausstellungs- und Veranstaltungsraum umgebaut, in dem regelmäßig kulturelle Events stattfinden sollen. Ferner sind Ateliers und Werkstätten für wechselnde Gastkünstler aus der Region und Berlin vorgesehen, um kreative Ideen und Austausch zu fördern. Auch ein Skulpturengarten und ein Galeriecafé sind in der Konzeptionsphase. Mit diesen Maßnahmen soll das Projekt einen offenen Raum für kreative Arbeit und kulturellen Austausch bieten und den Standort zu einem neuen kulturellen Zentrum in der Region entwickeln.
Das Anliegen von Krampitz steht im Einklang mit dem Programm „Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.“, das 2023 ins Leben gerufen wurde. Dieses Programm fördert engagierte Menschen in strukturschwachen ländlichen Regionen, um deren Lebenswelt mit kreativen Ideen zu gestalten. Bis zu 40.000 Euro pro Region stehen zur Verfügung, um tragfähige Konzepte für innovative und gemeinschaftsstiftende Vorhaben zu entwickeln. Über 97 Regionen nahmen an der ersten Phase teil, sodass das Projekt von Krampitz in diesem Kontext besonders relevant ist.
Das Engagement von Kultur- und Kreativinitiativen, wie sie Krampitz mit seinem Hof umsetzt, ist entscheidend für die Belebung ländlicher Räume. Immer mehr Menschen erkennen, wie wertvoll kulturelle Angebote für das Gemeinschaftsleben sind. Krampitz plant, regelmäßige Veranstaltungen abzuhalten, um die Kunstszene in Vorpommern zu beleben und einen Raum für Begegnungen zu schaffen. Das alles ist ein Schritt weg von der Anonymität der Städte hin zu einem kreativen und vernetzten Miteinander auf dem Land.
Mit der Illumination der alten Mauern durch den Lichtkünstler Dietmar Kuhrt wird zudem ein besonderes Licht auf die Geschichte des Hofes geworfen, was sowohl Einheimische als auch Besucher anzieht. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie individuelle Visionen einen positiven Einfluss auf die lokale Kultur haben können.