Sieben Freunde schaffen in der Uckermark ein paradiesisches Refugium!
Erfahren Sie, wie sieben Freunde in der Uckermark einen Gemeinschaftshof eröffnen und sich gegen Extremismus engagieren.

Sieben Freunde schaffen in der Uckermark ein paradiesisches Refugium!
In der Uckermark haben sich sieben Berliner Freunde zusammengetan, um einen Gemeinschaftshof zu gestalten, der nicht nur ein Rückzugsort, sondern auch ein Zeichen für Toleranz und Demokratie ist. Auf einer Fläche von 8000 Quadratmetern entsteht eine Oase, geprägt von wildblühenden Wiesen und einem rustikalen Bauernhaus, das die Aufschrift „Hier ist Panama“ trägt. Inspiriert von Janoschs Kinderbuch, haben die Freunde, unter ihnen der seit 2020 Teil des Projekts Tomek Kaczmarek, diesen Ort als Zufluchtsort vom stressigen Stadtleben ins Leben gerufen. Hier wird nicht nur einfach gewohnt; das Haupthaus bietet Platz für fünf renovierte Zimmer und lädt zum gemeinsamen Kochen und Arbeiten in einer gut ausgestatteten Scheune ein. Die Runden am großen Tisch werden zunehmend zu einem wichtigen Teil ihrer Gemeinschaft.
Doch der Gemeinschaftshof ist nicht nur ein Ort des Friedens. Er steht auch stellvertretend für ein wichtiges Anliegen der Dorfbewohner von Rutenberg, die sich aktiv gegen die Reichsbürgerbewegung engagieren. Zu den herausragenden Akteuren zählt das „Demokratie Bündnis Rutenberg e.V.“, das 2024 mit dem Preis „Botschafter für Demokratie und Toleranz“ ausgezeichnet wurde. Diese Auszeichnung, die mit einem Betrag von 10.000 Euro dotiert ist, wurde zuletzt von Bundesinnenministerin Nancy Faeser in Berlin überreicht. Das Bündnis hat sich vor allem gegen die Ansiedlung von „Reichsbürgern“ und völkischen Siedlern positioniert, um die Vielfalt und Integrität des Dorfes zu wahren.
Toleranz und Vielfalt statt Extremismus
Die Bedrohung durch „Reichsbürger“ ist in den letzten Jahren gewachsen, besonders gruppen wie das „Königreich Deutschland“, das von Peter Fitzek angeführt wird, suchen aktiv nach Immobilien, um eine Art exterritoriales Gebiet zu etablieren. Rutenberg, mit seinen 180 Einwohnern, wird immer wieder zum Ziel solcher Ansiedlungsversuche. Dank des Engagements des „Demokratie Bündnis“ sind weitere Landkäufe in der Region bislang erfolgreich verhindert worden. Die lokale Gemeinschaft hat sich zusammengeschlossen, um gemeinsam diesen Herausforderungen entgegenzutreten – ein Zeichen, dass das Dorf keinen Platz für Extremisten hat und Demokratie aktiv verteidigt.
Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen betonte die Bedeutung der Initiativen vor Ort und lobte Rutenberg als vorbildlich im Umgang mit solchen Bedrohungen. Das Bündnis hat sich intensiv darum bemüht, die Bürger zu informieren und mit den Behörden zusammenzuarbeiten, um die Grundwerte einer demokratischen Gesellschaft zu schützen. Ein Ziel, das sich auch in geplanten Veranstaltungen wie einem Demokratiefest und einem Grillabend mit Pflanzentauschbörse manifestiert. Hier soll das Gemeinschaftsgefühl gefördert und ein Raum für den Austausch geschaffen werden.
Die von „Reichsbürgern“ propagierten Ideologien basieren auf der Annahme, dass die Bundesrepublik Deutschland keine gültige Verfassung habe und eine alternative Rechtsordnung existiere. Diese Denkmuster stoßen bei den Einwohnern von Rutenberg auf vehementen Widerstand. Das „Demokratie Bündnis“ und der Gemeinschaftshof sehen sich als Bollwerk gegen solche radikalen Ansichten – und das mit großem Erfolg.
Diese Initiativen sind ein positives Beispiel, wie eine Gemeinschaft zusammenstehen kann, um ihre Werte zu verteidigen. Rutenberg bekräftigt, dass es Platz für viele Ideen und Lebensweisen gibt, aber keinen Raum für Hass und Extremismus. Die dort lebenden Menschen zeigen, dass zusammenarbeiten und aktiv für eine inklusive Gesellschaft eintreten der richtige Weg ist.
Stuttgarter Zeitung berichtet, dass … RBB24 über die Auszeichnung informiert und bpb den Hintergrund zu den „Reichsbürgern“ beleuchtet.