Deutschlands wirtschaftliche Zukunft: Reformen dringend nötig!
Am 2.10.2025 diskutiert Monika Schnitzer in einer UBS Center Lecture über Deutschlands wirtschaftliche Herausforderungen und Reformbedarf.

Deutschlands wirtschaftliche Zukunft: Reformen dringend nötig!
In der aktuellen wirtschaftlichen Lage Deutschlands steht ein Thema im Fokus, das für viele Bürgerinnen und Bürger von zentraler Bedeutung ist: die Reform des Schuldenhaushalts. Im Rahmen der UBS Center Opinion Lecture, die von Monika Schnitzer, Professorin an der LMU München und Mitglied des CEPR, gehalten wurde, wird die Bedeutung von Reformen für die Zukunft der deutschen Wirtschaft beleuchtet. Schnitzer forderte eine kritische Auseinandersetzung mit dem aktuellen Zustand der Wirtschaft und betonte: „Man hat den Schuss zwar gehört, ist dann aber auf halber Strecke stehen geblieben“ berichtet CEPR.
Die Veranstaltung fand am 2. Oktober 2025 statt und war öffentlich zugänglich, jedoch nach dem Motto „first-come, first-served“ organisiert. Interessierte konnten sich auch einen Livestream der Veranstaltung ansehen. In ihrem Vortrag thematisierte Schnitzer unter anderem die Stagnation der Konjunktur, die durch eine restriktive Schuldenbremse zusätzlich erschwert wird. Diese bremst nicht nur notwendige Investitionen in Infrastruktur und Innovation, sondern führt auch zu sinkendem Vertrauen in die politische Zukunftssicherheit Deutschlands.
Die Herausforderungen des deutschen Staatshaushalts
Deutschland steht vor der Herausforderung, seine wirtschaftliche Substanz zu bewahren und den Strukturwandel aktiv zu gestalten. Es wird gefragt, wie die Prioritäten zwischen Verteidigung, Digitalisierung, Bildung und sozialen Sicherungssystemen gesetzt werden sollen. Ein zentraler Punkt sind die Auswirkungen der Schuldenbremse, die seit 2009 im Grundgesetz verankert ist und darauf abzielt, die Neuaufnahme von Schulden zu limitieren und zukünftige Generationen zu schützen. Wie bpb betont, erlaubt die Schuldenbremse eine Neuverschuldung von bis zu 0,35% des BIP jährlich, hat jedoch auch eine Ausnahmeregelung für wirtschaftliche Krisen.
Die Problematik wird verschärft durch die Tatsache, dass viele kritisieren, die Schuldenbremse behindere dringend notwendige Investitionen in Infrastruktur. Wenn der Staat Einnahmen – hauptsächlich aus Lohnsteuern und Mehrwertsteuern – nicht durch Ausgaben decken kann, führt dies zu einer ungewollten Schuldenaufnahme, was die zukünftige wirtschaftliche Flexibilität einschränkt.
Wohin geht die Reise?
Angesichts des demografischen Wandels und steigenden Drucks in vielen Bereichen ist es essenziell, die Schwerpunkte neu zu setzen. Die Frage nach der Rolle von Bürokratieabbau und den langfristigen Auswirkungen auf Europa und die Schweiz bleibt eine der drängendsten Herausforderungen. Es braucht ein gutes Händchen bei der Gestaltung einer Politik, die nicht nur kurzfristige Lösungen bietet, sondern auch zukunftsorientierte Strategien für die kommenden Generationen formuliert.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Reformen im Bereich der Wirtschaftspolitik dringend notwendig sind, um die Weichen für eine positive Entwicklung zu stellen. Schnitzers Analyse und die anstehenden Diskussionen zeigen: Es liegt ein großes Potenzial in der Neuausrichtung der politischen Agenda, um Deutschlands wirtschaftliche Position langfristig zu sichern.