Neubrandenburgs Hotelbau verzögert sich: Eröffnung erst 2028!
Neubrandenburg plant den Bau eines neuen Vier-Sterne-Hotels. Verzögerungen durch Bauarbeiten sind angekündigt. Eröffnung 2028.

Neubrandenburgs Hotelbau verzögert sich: Eröffnung erst 2028!
In Neubrandenburg tut sich etwas: Die Stadt erwartet den Bau eines neuen Vier-Sterne-Hotels, das unter dem Namen „Markgrafenhof“ firmieren soll. Mit rund 142 Zimmern und einer zentralen Lage gegenüber dem Regionalmuseum soll das Hotel ein echter Hingucker werden. Doch die Freude über das neue Projekt wird durch Verzögerungen getrübt, wie NDR berichtet. Die ursprünglich für dieses Jahr geplanten Bauarbeiten müssen auf 2026 verschoben werden, was die Eröffnung frühestens 2028 in Aussicht stellt.
Die Verzögerung hat ihre Ursachen in den umfangreichen Baumaßnahmen, die auf dem Gelände des ehemaligen Markgrafenhofs nötig sind. Um das Bauvorhaben durchführen zu können, sind die Sanierung der Poststraße sowie die Erneuerung der darunter verlaufenden Versorgungsleitungen unerlässlich. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro, wobei Fördermittel in Höhe von 967.500 Euro bereitgestellt wurden. Diese Gelder wurden bereits im Herbst 2022 bewilligt, berichtet Nordkurier.
Ein Projekt mit Geschichte
Die Bauarbeiten liegen also noch in der Zukunft, doch die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Das renommierte Architektenbüro „SMAP“ aus Berlin, das bereits für die Sanierung des Neptun-Hotels verantwortlich war, hat die Planung des neuen Hotels übernommen. Es wird drei Geschosse besitzen, eine helle Fassade aufweisen und mit Sitzmöglichkeiten im Freien aufwarten. Der Eingang des Hotels wird an der Ecke zur Poststraße liegen.
Interessant ist auch die Geschichte des Baugeländes: Bis 1938 stand dort eine Synagoge, deren Überreste zwischen 2016 und 2017 bei archäologischen Ausgrabungen gefunden wurden. Diese Erinnerungen an die Vergangenheit werden durch ein Denkmal gewahrt, das an die Zerstörung der Synagoge am 9. November 1938 erinnert. Die Stadt Neubrandenburg hat somit nicht nur ein neues Hotel in Aussicht, sondern auch die Möglichkeit, historische Elemente in die Planung zu integrieren, wie Wir sind Müritzer berichtet.
Eine Chance für die Stadt
Die Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft plant zudem den Bau von Wohnungen auf demselben Gelände, was die Attraktivität der Innenstadt weiter steigern könnte. Oberbürgermeister Silvio Witt hat den Begin der Straßenbauarbeiten für 2025 bestätigt, sodass die Anwohner und potenziellen Gäste schon bald mit Veränderungen in der Stadt rechnen können. Dieses Hotelprojekt wird nicht nur den Tourismus ankurbeln, sondern auch neue Arbeitsplätze schaffen und Neubrandenburg als lebenswerten Standort weiter etablieren.