Dorfkirchen neu beleben: Kino und Kultur für ländliche Gemeinden!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Am 7.11.2025 finden in Nordwestmecklenburg Netzwerktreffen statt, um Dorfkirchen für kulturelle Zwecke neu zu nutzen.

Am 7.11.2025 finden in Nordwestmecklenburg Netzwerktreffen statt, um Dorfkirchen für kulturelle Zwecke neu zu nutzen.
Am 7.11.2025 finden in Nordwestmecklenburg Netzwerktreffen statt, um Dorfkirchen für kulturelle Zwecke neu zu nutzen.

Dorfkirchen neu beleben: Kino und Kultur für ländliche Gemeinden!

In Mecklenburg-Vorpommern tut sich etwas Spannendes: Die evangelische Kirche legt den Grundstein für eine neue Ära der Dorfkirchen. Unter dem Motto „Dorfkirche – da geht was!“ soll das traditionell beschauliche Umfeld der Kirchen in ländlichen Regionen aufgemischt werden. Ab heute, 7. November 2025, haben Kirchbauvereine, Gemeinden und Initiativgruppen die Möglichkeit, ihre Ideen bei einem Netzwerktreffen in Kuppentin einzubringen. Der Rückgang der Besucherzahlen bei Gottesdiensten macht es nötig, neue Wege zu beschreiten. Laut NDR sind nicht weniger als 900 Dorfkirchen in der Region gefährdet, und kreative Nutzungskonzepte sollen dazu beitragen, diese kulturellen Schätze zu bewahren.

Doch wie könnten diese Kirchen künftig genutzt werden? Ein Blick auf die Vorschläge zeigt ein buntes Potpourri an Ideen: Von Kinos über Ausstellungen bis hin zu Yoga in der Kirche – alles ist denkbar und gewünscht. Es gibt bereits einige Vorzeigeprojekte, wie das Dorfkirchen-Geschichtsmuseum in Gallin-Kuppentin und das plattdeutsche kirchliche Zentrum in Klein Trebbow, das Veranstaltungen auf Plattdeutsch bietet. Solche Initiativen im ländlichen Raum könnten den Kirchen nicht nur neues Leben einhauchen, sondern auch die Dorfgemeinschaft stärken.

Die Herausforderungen der ländlichen Gemeinden

Die Schwierigkeiten, vor denen die kleinen Gemeinden stehen, sind nicht zu unterschätzen. In Brandenburg schrumpft die Zahl der Kirchenmitglieder seit Jahren, was eine ernsthafte Herausforderung für den Erhalt der Kirchen darstellt. Viele dieser Gotteshäuser könnten durch ihre Umwidmung in öffentliche Treffpunkte im Dorf vor dem Verfall gerettet werden. In der ersten Dorfkirchentagung von 2021 in Prenzlau wurden bereits acht Thesen zur Sicherung der Dorfkirchen formuliert. Der Austausch zwischen den Gemeinden und Fachleuten über neue Denkansätze und Nutzungsideen ist essentiell für die Zukunft.

Die zweite Dorfkirchentagung 2023, die um eine Sommerakademie für Studierende erweitert wurde, zeigte, dass auch junge Leute kreative Lösungen für die Herausforderungen suchen. Gemeinsam entwickelten Studierende Konzepte für fünf kleine Dorfkirchen in der Prignitz, die das Potenzial haben, zu lebendigen kulturellen Zentren zu werden. Ein solches Engagement braucht es, wollen wir unseren ländlichen Raum lebendig halten!

Innovative Nutzungsideen und neue Chancen

Die Kirchen als Ort der Kultur? Warum nicht! Immer mehr Gemeinden überlegen, ihre Kirchen neu zu interpretieren und sie für Veranstaltungen zu öffnen, die das Dorfleben bereichern. Sei es ein Kinoabend in der Dorfkirche oder eine Ausstellung lokaler Künstler – die Möglichkeit, Kirche neu zu denken, ist da. Mit dem Rückhalt der evangelischen Kirche könnten diese Ideen auch in die Tat umgesetzt werden.

Heißt das, dass wir in Zukunft unsere Dorfkirchen wieder lebendig erleben dürfen? Es bleibt spannend zu beobachten, wie die Ideen der heutigen Veranstaltung in Kuppentin Gestalt annehmen und ob es gelingt, die Menschen zurück in die Kirchen zu holen. Eines ist sicher: Die sozialen und kulturellen Funktionen der Kirchen dürfen nicht in Vergessenheit geraten!