Radweg zwischen Selmsdorf und Schönberg: Sicherheit für Radfahrer gefordert!

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Bürgermeister fordern sichere Radwege in Nordwestmecklenburg. Aktuelle Pläne für Radwege bringen Hoffnung auf bessere Verkehrsanbindung.

Bürgermeister fordern sichere Radwege in Nordwestmecklenburg. Aktuelle Pläne für Radwege bringen Hoffnung auf bessere Verkehrsanbindung.
Bürgermeister fordern sichere Radwege in Nordwestmecklenburg. Aktuelle Pläne für Radwege bringen Hoffnung auf bessere Verkehrsanbindung.

Radweg zwischen Selmsdorf und Schönberg: Sicherheit für Radfahrer gefordert!

In der Region Nordwestmecklenburg wird der Ruf nach sicheren Radwegen immer lauter. Besonders die Anlieger der B 104 machen darauf aufmerksam, dass Radfahren entlang der stark befahrenen Straße eine große Gefahr darstellt. Der Bürgermeister von Selmsdorf, Marcus Kreft, beschreibt die Situation als besorgniserregend mit einem hohen Verkehrsaufkommen, das täglich tausende Fahrzeuge, darunter Lkw und Traktoren, umfasst. Radfahrer, die auf dem gefährlichen Abschnitt von Selmsdorf nach Schönberg unterwegs sind, sind nicht nur durch die enge Straße, sondern auch durch Kurven und Platzierung von Bäumen erheblich gefährdet. Zugleich fordern auch die Einwohner von Löwitz einen Radweg nach Rehna und heben hervor, dass die B 104 kein sicherer Ort für Radfahrer ist, da unzählige Fahrzeuge sie täglich nutzen.

Bereits seit mehreren Jahren wird in der Gemeinde über die Notwendigkeit eines Radwegs zwischen Selmsdorf und Schönberg diskutiert. Laut Kreft existieren Pläne, die den Radweg über 3,5 Kilometer erstrecken sollen, um sowohl Schüler des Schönberger Gymnasiums als auch anderen Einwohnern eine sichere Verkehrsverbindung zu bieten. Bürgermeister Lutz Götze von Schönberg zeigt sich ebenfalls optimistisch, dass dieser Radweg auch Pendlern aus Schönberg nach Lübeck zugutekommen wird. Ostsee-Zeitung berichtet, dass die Gemeinde dem Land angeboten hat, beim Grundstücksankauf zu unterstützen. Diese Maßnahmen sind dringend notwendig, damit Radler die “Flaschenhals”-Situation überwinden können, die entsteht, wenn sie von Lübeck nach Selmsdorf und weiter nach Rehna oder Schwerin fahren möchten.

Sichere Wege statt Unfälle

Die Lage ist angespannt, denn die bestehenden Alternativen sind noch weit von einer optimalen Lösung entfernt. Anwohner Gunnar Weber beschreibt die Umwege, die Radfahrer für mehr Sicherheit in Kauf nehmen müssen. Der „Umweg über einen Wirtschaftsweg“ wird von vielen als “Hölle” bezeichnet – geprägt von schwierigen Bedingungen, die oft zu Reifenpannen und Unfällen führen. Gritt Roock und Maik Juncker betonen, dass diese Gefahr nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder besteht. Sie fordern von den Behörden eine rasche Lösung, damit die Sicherheit auf den Straßen erhöht wird. Nordkurier berichtet von einer geplanten Sanierung eines Radwegs zwischen Nesow und Rehna, die den verärgerte Einwohnern als ungenügend erscheint, während sie sich nach einem Neubau des Radwegs sehnen.

Aktuell sieht das Landesamt für Straßenbau und Verkehr MV die Planungen für den Radweg zwischen Selmsdorf und Schönberg sowie die dringend benötigten Genehmigungen vor. Der geplante Bau des Radwegs soll im Priorisierungskonzept für den Neubau an Bundesstraßen für 2023 bis 2027 fest verankert werden, jedoch stehen die genauen Informationen zum Baubeginn noch aus. Des Weiteren wird im Zuge der Baumaßnahme möglicherweise ein Leerrohr für die zukünftige Wärmeversorgung verlegt.

Vergleich mit anderen Projekten

Vergleicht man die Situation an der B 104 mit den Planungen für andere Radwege in der Umgebung, so gibt es unterschiedliche Fortschritte. An der B 105 sind die Planungen für einen Radweg zwischen Stoffersdorf und Gägelow bereits weit fortgeschritten, und ein möglicher Baubeginn ist 2025/26 im Gespräch. Trotzdem gibt es auch hier von Martina Czwikla vom ADFC Wismar kritische Stimmen, die die Gefahren für Radfahrer bemängeln und ebenfalls einen Radweg fordern. Optimistisch zeigt sich Czwikla hinsichtlich der Lücken zwischen Löwitz und Rehna, die 2026 geschlossen werden sollen, und dem Abschnitt von Dassow nach Grevesmühlen, der zwischen 2028 und 2032 in Angriff genommen werden soll.

Eines ist klar: Die Bewohner Seehrens und Löwitz warten dringend auf Lösungen, die ihnen eine sichere und unbeschwerte Fahrt bieten. Die Schaffung von Radwegen könnte nicht nur für mehr Sicherheit sorgen, sondern auch dazu beitragen, den Fahrradverkehr in der Region attraktiver zu machen und den Schrecken, den die gefährlichen Straßenverhältnisse mit sich bringen, ein Ende zu setzen.