Nachhaltigkeit im Fokus: Woche der Nachhaltigkeit in Dessau-Roßlau startet!
Dessau-Roßlau startet am 19.09.2025 die „Woche der Nachhaltigkeit“. Über 40 kostenfreie Aktionen fördern nachhaltige Stadtentwicklung und Bildung.

Nachhaltigkeit im Fokus: Woche der Nachhaltigkeit in Dessau-Roßlau startet!
Was tut sich in Dessau-Roßlau? Ganz schön viel! Die Stadt hat am 19. September 2025 die „Woche der Nachhaltigkeit 2025“ ausgerufen, die bis zum 8. Oktober noch zahlreiche spannende Angebote bereithält. Initiiert wurde die Eventreihe von der Beigeordneten Eter Hachmann in Kooperation mit Thomas Wünsch, dem Energie-Staatssekretär. Rund 40 kostenfreie Aktionen nehmen sich aktuellen Themen wie nachhaltiger Stadtentwicklung, Ressourcennutzung für Energie und Wärme sowie der Anpassung an den Klimawandel an.
Die Eröffnung der Woche zielt darauf ab, die lokale Bildungslandschaft stärker mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit zu verknüpfen. Dessau-Roßlau gilt dabei als Modellkommune der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) und setzt sich für eine tiefere Verankerung von Umweltbewusstsein in Schulen sowie Kitas ein. „Hier geht es nicht nur um schöne Worte, sondern um handfestes Wissen, das in die Tat umgesetzt wird“, erklärt Wünsch und verweist auf ganzjährige Bemühungen der Stadt, nachhaltige Mobilität zu fördern, etwa durch Bioerdgas-Busse und den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge.
Vielfältige Angebote und Aktivitäten
Die Aktionswoche hat für jede Generation etwas zu bieten: Von Informationsveranstaltungen über Balkon-Kraftwerke und klimafreundliche Heizsysteme bis hin zu Führungen in einem Wasserwerk und einer Kläranlage. Workshops mit dem Titel „Aus Alt mach Neu“ und Handarbeitskurse runden das abwechslungsreiche Programm ab. Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen ist komplett kostenfrei – eine Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
Eine besondere Rolle spielt auch die Unterstützung durch das Umweltministerium, das mit 125.000 Euro zur Ausrichtung der Woche beiträgt. Außerdem wird im nächsten Jahr ein Programm für Nachhaltigkeitsbildung in Höhe von 1,4 Millionen Euro ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die Bildung für nachhaltige Entwicklung weiter voranzutreiben. Wer daran interessiert ist, kann bis zum 30. September 2025 Anträge bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt stellen.
Nachhaltigkeit als gesellschaftliche Herausforderung
Über 60% der Weltbevölkerung lebt mittlerweile in Städten – diese Entwicklung bringt viele Herausforderungen mit sich, wie beispielsweise steigende Mietpreise und Luftverschmutzung. Laut aktuellen Schätzungen könnten Jahr für Jahr Millionen Menschen durch die Folgen von Luftverschmutzung sterben. Daher ist nachhaltige Stadtentwicklung gefragter denn je. Stadtplaner müssen ökonomische Effizienz, soziale Gerechtigkeit und Umweltanpassung in Einklang bringen, um den urbanen Lebensraum zukunftsorientiert zu gestalten.
In der Diskussion um nachhaltige Stadtentwicklung spielt die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) eine zentrale Rolle. Sie ermutigt die Bürger, aktiv zu handeln und ihre Umwelt positiv zu beeinflussen. Das UNESCO-Weltaktionsprogramm fördert BNE auf lokaler Ebene und zeichnet Kommunen aus, die sich besonders stark im Bereich der nachhaltigen Bildung engagieren, wie beispielsweise Dornstadt und Frankfurt am Main.
Für jeden, der sich über das breite Angebot in Sachsen-Anhalt informieren möchte, lohnt sich ein Besuch der offiziellen Webseite zur Bildung für nachhaltige Entwicklung, die Bildungssuchenden hilft, Angebote zu finden und sich zu vernetzen. Denn eines ist sicher: Nachhaltigkeit ist kein einmaliges Projekt, sondern ein langfristiges Engagement, das alle betrifft – und da liegt wirklich was an!