Leuna setzt auf grüne Energie: Neue Anlage revolutioniert Wärmeversorgung!
Am 7. November 2025 wurde am Chemiestandort Leuna ein 35-Megawatt-Elektrodenkessel installiert, der erneuerbare Wärme erzeugt.

Leuna setzt auf grüne Energie: Neue Anlage revolutioniert Wärmeversorgung!
Am Chemiestandort Leuna gibt es spannende Neuigkeiten: Ein 35-Megawatt-Elektrodenkessel ist endlich eingetroffen und wurde mit einem Spezialkran in die vorbereitete Stahlkonstruktion gehoben. Diese Aktion war das Ergebnis monatelanger Planung und stellt einen großen Schritt in Richtung nachhaltiger Energieerzeugung dar. Die Details berichtet MDR.
Der beeindruckende Kessel bringt satte 33 Tonnen auf die Waage und wird Teil eines neu entstehenden Gasturbinen-Kraftwerks sowie einer innovativen Power-to-Heat-Anlage, die gemeinsam von InfraLeuna und 50Hertz Transmission GmbH konstruiert wird. Diese Anlage hat das Potenzial, elektrische Energie in Wärme umzuwandeln und damit einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von CO₂-Emissionen zu leisten. Das Ziel? Die Unternehmen in Leuna sollen unabhängiger von den oft schwankenden Energiemärkten werden.
Wie funktioniert die neue Anlage?
Die Power-to-Heat-Anlage wandelt überschüssigen Strom aus Wind- und Sonnenenergie in bis zu 320 Grad heißen Dampf um. Man kann sich das vorstellen wie einen riesigen Wasserkocher, der einfach „läuft“, wenn immer genug Strom vorhanden ist. In Leuna wird Wärme in großen Mengen benötigt, und genau da setzt diese Technik an.
Das geplante Testbetrieb für diese Anlage ist für Februar 2026 angesetzt, was den Startschuss für den langfristigen, kommerziellen Betrieb bis Mai 2026 geben soll. Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass die Branche hoch im Kurs steht, wenn es um nachhaltige Lösungen geht, die nicht nur den Klimaschutz unterstützen, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll sind.
Wärmepumpen als Ergänzung
In diesem Kontext sind auch Wärmepumpen interessant, die als eine weitere Art von Power-to-Heat-Technologie gelten. Diese Geräte nutzen keinen Strom direkt zur Erzeugung von Wärme, sondern treiben sich selbst an. Mit einem cleveren System heben sie Umweltwärme aus verschiedenen Quellen wie Luft, Grundwasser oder Boden auf ein höheres Temperaturniveau. Erstaunlicherweise kann man mit jeder eingesetzten Kilowattstunde Strom gleich drei- bis viermal so viel Nutzwärme erzeugen. Mehr Details hierzu finden Sie in einem Artikel von Enercity.
Gerade in neuen Wohnhäusern erfreuen sich Wärmepumpen großer Beliebtheit – so sind laut Statista bereits fast 50 Prozent aller neuen Gebäude damit ausgestattet. Dies zeigt ganz klar, dass der Trend in Richtung nachhaltiger Energiegewinnung und -nutzung geht. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Entwicklungen in Leuna fortsetzen und welchen Einfluss dies auf die gesamte Region haben wird.
Insgesamt ist die gesamte Energiebranche gefordert, neue Wege zu finden, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Mit Projekten wie in Leuna wird der Grundstein gelegt für eine zukunftsfähige und umweltfreundliche Energieerzeugung. Hoffen wir, dass diese Initiativen nicht nur lokal, sondern auch überregional Schule machen!