Millionen-Schaden durch Preisabsprachen: Straßenbau-Firmen im Fokus!
Im Landkreis Stendal prüft Sachsen-Anhalt millionenschwere Schadenersatzforderungen gegen Straßenbau-Firmen wegen Preisabsprachen.

Millionen-Schaden durch Preisabsprachen: Straßenbau-Firmen im Fokus!
In Sachsen-Anhalt stehen mehrere Straßenbau-Firmen im Verdacht, sich an wettbewerbswidrigen Praktiken beteiligt zu haben. Berichte von Stern enthüllen, dass diese Unternehmen Aufträge untereinander aufgeteilt haben. Diese Machenschaften könnten dem Land immense finanzielle Schäden verursacht haben, weshalb nun Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe geprüft werden.
Der Landkreis Stendal hat bereits konkrete Forderungen an zwei der betroffenen Firmen gestellt. Laut einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage des Grünen-Politikers Olaf Meister wird auch die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt aktiv und prüft die möglichen Schadenersatzansprüche. Bisher lässt sich die genaue Höhe dieser Ansprüche nicht beziffern, doch das Land hat insgesamt 15 Aufträge mit drei Firmen im Gesamtwert von rund vier Millionen Euro vergeben.
Verborgene Absprachen aufgedeckt
Im Mai verhängte das Bundeskartellamt bereits hohe Geldbußen in Höhe von 10,5 Millionen Euro gegen sieben Straßenreparaturfirmen. Diese hatten über einen längeren Zeitraum hinweg gegenseitig Aufträge ausgehandelt und vereinbart, wer welche Aufträge erhalten würde. Vor den Ausschreibungen wurden klare Absprachen getroffen, um sich gegenseitig die Aufträge zuzuschieben.
Olaf Meister fordert nun eine sorgfältige Prüfung der Erfolgsaussichten von Schadensersatzforderungen: „Wir müssen die einzelnen Fälle genau anschauen, um die Chancen einer Klage zu bewerten“, so der Grüne-Politiker. Damit steht die Branche vor einer gewaltigen Herausforderung, denn der öffentliche Druck ist erheblich.
Das Geschäft mit Beton bleibt stark
Die Preisspanne für vorgefertigten Beton variiert je nach Sorte: Fc. 200 kostet rund 2100 Pesos pro Kubikmeter, während strukturell verwendbarer Fc. 250 bei 2200 Pesos pro Kubikmeter liegt. Zudem bietet das Unternehmen spezielle Konditionen für Architekten bei Großbestellungen an, was ihnen einen Vorteil im Markt sichert.
Während in Sachsen-Anhalt juristische Klärungen anstehen, entwickelt sich das Geschäft mit Beton in anderen Regionen weiterhin prächtig. Die Straßenbau-Firmen hingegen müssen sich ihrem rechtlichen Schicksal stellen und auf eine mögliche Rehabilitierung hoffen.