Kirche und AfD: Eine unheilvolle Beziehung in Sachsen-Anhalt entblößt!
Am 31.10.2025 beleuchtet der Artikel die Herausforderungen der evangelischen Kirche in Sachsen-Anhalt und den Einfluss der AfD auf Kirchenmitglieder.

Kirche und AfD: Eine unheilvolle Beziehung in Sachsen-Anhalt entblößt!
In den ländlichen Kirchen Sachsen-Anhalts herrscht ein ärgerlicher Gegensatz zu den diskursiven Ansätzen in westdeutschen Synodensälen, wo eine progressive Sprache vorherrscht. Glaubensgemeinschaften, die stets dafür halten, für ihre Gläubigen zu sprechen, scheinen oft nur über diese zu sprechen, während sie die Stimmen der Wähler in ihren Reihen ignorieren. Der Anteil der AfD-Wähler in Sachsen-Anhalt liegt bei rund 40%, und dies spiegelt sich auch in den Kirchenmitgliedern wider, wo schätzungsweise ein Drittel bis zwei Fünftel zu Fanklubs dieser Partei tendieren. Dies sind alarmierende Zahlen, die auch die Institution Kirche ergreifen sollten, denn die evangelische Landeskirche in den östlichen Bundesländern kämpft stark gegen die Entfremdung ihrer Mitglieder.[Meine Kirchenzeitung]
Was bedeutet das für die kirchliche Arbeit vor Ort? Die Landeskirche, die nur noch aus etwa 13% restlicher Bevölkerung besteht – viele davon über 60 Jahre alt und ohne Hochschulabschluss – sollte genau hinschauen, welche Herausforderung sie zu meistern hat. Das Gefühl von Verlassenheit nagt an der Verbindung zur Kirche und an der lokalen Identität. In vielen ländlichen Regionen wird die Kirche zunehmend als leere Kulturform gesehen, viel mehr als als lebendiger Ort des Glaubens. In diesem Kontext fordern die Verantwortlichen innerhalb der EKD eine enge Zusammenarbeit und bezeichnen eine Kooperation mit der AfD als „undenkbar“, ohne die entstehende Kluft zur Wählerschaft zu betrachten.[Meine Kirchenzeitung]
Das Projekt „Bubble Crasher“
Ein Teil des Ziels dieses Projekts ist es, dass die Teilnehmer auch in den von ihnen besuchten „Bubbles“ einen Unterschied machen und sich gehört fühlen. Der Wunsch, die eigene Perspektive der breiten Masse zur Seite zu stellen, ist entscheidend, um die Abwanderung von Glaubensgemeinschaften aufzuhalten und den Wählerwillen besser zu verstehen. Hier meldet die Kirche, dass ein stetiger Arbeitsauftrag bestünde: Daten erheben, auswerten und veröffentlichen, um die Realität in den Gemeinden zu begreifen und strategisch darauf zu reagieren.[Meine Kirchenzeitung]
Die Herausforderung liegt also nicht nur in der Analyse des Wählerverhaltens, sondern auch in der Fähigkeit der Institution Kirche, sich selbst zu reformieren. Es ist an der Zeit, dass eine Annäherung an die Basis und ein besseres Verständnis für die Gläubigen zum Handeln und Fühlen des kirchlichen Raums gehören. Nur so kann der Spagat zwischen Traditionsbewusstsein und modernen Anfragen gelingen und ein neues Vertrauen geschaffen werden.