Alarm in Sachsen: Erste Vogelgrippe-Fälle bei Wildvögeln entdeckt!
Erste Verdachtsfälle von Vogelgrippe in Sachsen gemeldet. Gesundheitsministerin warnt vor Gefahren für Geflügelbestände und empfiehlt Stallpflicht.

Alarm in Sachsen: Erste Vogelgrippe-Fälle bei Wildvögeln entdeckt!
Die Vogelgrippe breitet sich weiter aus und sorgt für besorgte Gesichter bei Landwirten und Geflügelhaltern in Deutschland. Am heutigen Tag, dem 29. Oktober 2025, wurde in Sachsen von den ersten Verdachtsfällen bei Wildvögeln berichtet. Dabei blieb der Freistaat bisher von betroffenen Nutztieren verschont, doch Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) mahnt zur Vorsicht. Das Risiko eines Eintrags des gefährlichen Virus in die Geflügelbestände steige, weswegen sie dringend eine Stallpflicht für Geflügelhalter empfiehlt, um die tierischen Freunde zu schützen. Diese Maßnahmen umfassen nicht nur eine Aufstallung, sondern auch strenge Hygieneregeln, die unerlässlich sind, um das Virus in Schach zu halten, so n-tv.
Die Geflügelpest, auch bekannt als Vogelgrippe, ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die bei vielen Vogel- und Geflügelarten fatal enden kann. In Deutschland sind seit September bereits 35 Ausbrüche in kommerziellen Geflügelhaltungen dokumentiert worden, und das Geschehen ist alles andere als stabil. Täglich gibt es neue Meldungen, und besonders stark betroffen sind die Bundesländer Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern sowie Brandenburg.
Stallpflicht in Magdeburg und Umgebung
In der Stadt Magdeburg ist die Lage besonders prekär. Hier wurde aufgrund eines nachgewiesenen Falles des Aviären Influenzavirus bei einem Wildvogel eine umfassende Stallpflicht erlassen. Diese Allgemeinverfügung gilt bis auf Widerruf für das gesamte Stadtgebiet. Veranstaltungen mit Geflügel und Tauben sind ebenfalls untersagt, um das Risiko einer weiteren Verbreitung zu minimieren. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Stadt Dessau ähnliche Maßnahmen beschlossen, was die alarmierende Situation erneut unterstreicht, berichtet Zeit.
Die betroffenen Regionen sehen sich zudem mit der Herausforderung konfrontiert, bei Sichtung von kranken oder toten Wildvögeln rasch zu handeln. Diese Vögel sollten nicht berührt, sondern die zuständigen Gesundheits- und Veterinärämter umgehend informiert werden. Nach den aktuellen Erkenntnissen ist das Risiko für die menschliche Bevölkerung, sich mit dem Virus H5N1 zu infizieren, zwar als gering einzustufen, dennoch ist die Vorsicht geboten, insbesondere bei Kontakt mit toten Tieren.
Dynamische Ausbreitung in Deutschland und Europa
Die Vogelgrippe trifft nicht nur Sachsen und Magdeburg. Auch in anderen Teilen Deutschlands ist die Situation angespannt. In Baden-Württemberg wurden in einem Betrieb 15.000 Tiere getötet, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Täglich verenden Tausende von Vögeln, insbesondere Kraniche, die dem Virus zum Opfer fallen. Schätzungen zufolge sind bereits etwa 2.000 Kraniche gestorben, wobei über 1.000 in Nordbrandenburg geborgen wurden. Während in Mecklenburg-Vorpommern in zwei großen Legehennen-Betrieben knapp 150.000 Tiere getötet werden mussten, sorgte der Landkreis Cloppenburg in Niedersachsen dafür, dass 20.500 Puten gekeult wurden, wie ZDF berichtete.
Im Zuge der fortschreitenden Ausbreitung hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) das Risiko für weitere Ausbrüche auf „hoch“ heraufgesetzt. Damit bleibt klar: Auch im Herbst, wenn die Vögel auf ihrem Migrationszug sind, ist besonderen Maßnahmen und Vorsicht geboten. Impfstoffe gegen die Vogelgrippe sind in der EU selten zugelassen, jedoch existieren spezielle Impfstoffe für Geflügel, die beispielsweise in Frankreich Anwendung finden.
Die Geflügelhalter sind aufgerufen, besondere Wachsamkeit an den Tag zu legen und Auffälligkeiten wie vermehrte Todesfälle umgehend dem Veterinäramt zu melden. In einer Zeit, in der die Vogelgrippe eine zunehmende Bedrohung darstellt, ist der Zusammenhalt in der Gemeinschaft entscheidend, um Schlimmeres zu verhindern.