Bautzen: Energiewende steht auf der Kippe – Jetzt handeln!
Bautzen 2025: Energiewende und Herausforderungen der Wärmeplanung. Stadtwerke finanzieren stabile Energieversorgung für Haushalte.

Bautzen: Energiewende steht auf der Kippe – Jetzt handeln!
In Bautzen rumort es in Sachen Wärmeversorgung: Die Stadtwerke stehen vor der Herausforderung, einen neuen Wärmeplan bis spätestens 2028 zu erstellen, um die gesetzten Ziele der Bundesrepublik für eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045 zu erreichen. Doch wie geht’s weiter? Die Unsicherheiten bezüglich der Umsetzung sind spürbar. Laut einem Bericht der Sächsischen.de müssen alle deutschen Kommunen bis zum gesetzten Deadline einen funktionierenden Wärmeplan vorlegen.
Besonders spannend ist, dass Wilthen als erste Kommune in Sachsen schon einen solchen Plan ausarbeitet – ganz in Zusammenarbeit mit Sachsen-Energie und dem Ingenieurbüro seecon. Dieser Plan zeigt auf, wie der Wärmebedarf in Gebäuden reduziert und erneuerbare Energien effektiver genutzt werden können. Bürgermeister Michael Herfort (CDU) hebt hierbei die Bürgerbeteiligung hervor und ermuntert die Bevölkerung, sich über alternative Möglichkeiten in der Wärmeversorgung zu informieren.
Stadtwerke Bautzen und deren Finanzierung
Die Stadtwerke Bautzen (EWB) stehen in der Diskussion um die Finanzierung ihrer zukünftigen Projekte. Ein Bericht von ZFK zeigt, dass die Möglichkeit zur Ausweitung der Thesaurierung bei den EWB fehlt, solange nicht neue landesrechtliche Regelungen geschaffen werden. Zwar ist die finanzielle Basis der EWB solide, dennoch erfordert die zunehmende Pflicht der Kommunen, eine adäquate Finanzierung, um defizitäre Geschäftsfelder zu stützen. So muss die Stadt Bautzen Mittel aus ihrem Kernhaushalt bereitstellen, da Banken angesichts steigender Energiesystemkosten vorsichtiger agieren.
Die EWB versorgt fast 26.000 Haushalte und 2.400 Gewerbebetriebe in der Region mit Strom, Gas, Wasser und Wärme und beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter. Hier wird die enge Zusammenarbeit zwischen Stadt, Stadtrat und Stadtwerken als Schlüssel zur Energiewende hervorgehoben. Dabei äußert die Stadt ein starkes Bedürfnis nach verlässlichen Rahmenbedingungen, insbesondere durch eine kommunale Wärmeplanung.
Herausforderungen auf dem Weg zur Energiewende
Die Umsetzung der Energiewende in Bautzen stürzt jedoch auch auf Herausforderungen, etwa den Fachkräftemangel in den Handwerksbetrieben und die Unsicherheit über die finanziellen Spielräume. Mit der Zunahme an Pflichtaufgaben und einer fehlenden adäquaten Finanzausstattung wird die Handlungsfähigkeit der Kommunen spürbar eingeschränkt. Hier wird ein Appell an Bund und Länder laut, um neue Pflichtaufgaben dauerhaft zu finanzieren und die Kommunen in ihrer Fähigkeit zu unterstützen, diese selbstständig umzusetzen.
Die Zeit drängt, denn die Klimaziele sind klar gesteckt: Die Reduktion der Treibhausgasemissionen und der Ausbau erneuerbarer Energien bis 2050 stehen auf der Agenda. Die vergangenen Entwicklungen, wie die Schließung der letzten Kernkraftwerke in Deutschland am 15. April 2023, haben gezeigt, wie wichtig eine umfassende Planung und solide Finanzierung sind. Dennoch bleibt abzuwarten, wie Bautzen diese Herausforderungen meistern wird, um einen erfolgreichen und nachhaltigen Weg in die Zukunft zu beschreiten.
Ob Bautzen trotz all dieser Schwierigkeiten sein Ziel der klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2045 erreichen kann, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Die nächsten Schritte sind entscheidend, und die Bürger*innen sind aufgefordert, aktiv an der Gestaltung ihrer Energiezukunft mitzuarbeiten.