Aggressiver Flaschenangriff am Leipziger Hauptbahnhof endet mit Festnahme
Aggressiver Angriff am Leipziger Hauptbahnhof: Ein 21-Jähriger greift an, wird festgenommen. Ermittlung wegen Körperverletzung.

Aggressiver Flaschenangriff am Leipziger Hauptbahnhof endet mit Festnahme
In der Nacht auf den 15. Oktober 2025 war der Leipziger Hauptbahnhof Schauplatz eines aggressiven Vorfalls, der in einer Festnahme endete. Ein 21-jähriger Deutscher geriet gegen 22.30 Uhr an der Osthalle mit einem anderen Mann in einen Streit. Dabei versuchte er, seinen Kontrahenten mit einer Flasche zu schlagen, doch dieser konnte die Schläge erfolgreich abwehren. Als die Bundespolizei eingriff, ergriff der Angreifer die Flucht.
Die Beamten konnten den Flüchtenden an der Zentralhaltestelle identifizieren und festnehmen. Allerdings wehrte sich der Mann aggressiv gegen die Festnahme, was schließlich zu seiner Überwältigung führte. Auf dem Weg zur Wache attackierte er die Polizisten mit Faustschlägen und Kopfstößen, was zu einer Verletzung eines Beamten führte. In der Wache beleidigte der 21-Jährige die Ordnungshüter und sieht sich nun Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Widerstand und Beleidigung gegenüber.
Weitere Übergriffe am Bahnhof
Die Vorfälle in Leipzig nehmen besorgniserregende Ausmaße an. So sitzt eine 49-Jährige in Untersuchungshaft, nachdem sie am selben Bahnhof gleich mehrere Menschen angegriffen hatte. Zunächst schlug sie einen Bahnmitarbeiter mit einer Tasche und trat ihn, bevor sie auch gegen die Bundespolizisten, die sie festnahmen, handgreiflich wurde. In ihrer Tasche fanden die Beamten eine abgebrochene Glasflasche. Die Frau hatte sich auch mit einem Sicherheitsdienst im Einkaufszentrum angelegt und wurde erneut gewalttätig, als ihr Waren abgenommen werden sollten. Gegen sie läuft nun ebenfalls ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, da sie bereits mehrfach wegen ähnlicher Straftaten gesucht wurde. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Untersuchungshaft.
Diese Vorfälle stehen in einem alarmierenden Kontext. Studien zeigen, dass die Zahl der Körperverletzungen in Bahnhöfen 2024 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Bis Ende Oktober wurden etwa 10.600 Fälle registriert, während es 2023 noch 10.115 waren. Auch die Diebstähle sind angestiegen, was die Sicherheitslage in öffentlichen Verkehrsmitteln und Bahnhöfen zusätzlich verschärft. Die Deutsche Bahn hat reagiert und plant, ihre Sicherheitsmaßnahmen massiv auszubauen, unter anderem durch den Einsatz mehrerer Videokameras und umfangreiche Schulungsmaßnahmen für das Personal.
Die aktuelle Lage erfordert besondere Aufmerksamkeit von der Polizei und der Verwaltung, um Reisende zu schützen und den öffentlichen Raum sicherer zu gestalten. Es bleibt zu hoffen, dass durch engagierte Maßnahmen die Hemmschwelle für Gewalt bald wieder steigt und der Bahnhof nicht nur ein Ort des Reisens, sondern auch der Sicherheit wird.