Gedenktag in Großenhain: Erinnerungen an Opfer und Verstorbenen

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Am Volkstrauertag am 16. November gedenkt Großenhain gefallener Soldaten mit einem Gottesdienst und Einweihungen.

Am Volkstrauertag am 16. November gedenkt Großenhain gefallener Soldaten mit einem Gottesdienst und Einweihungen.
Am Volkstrauertag am 16. November gedenkt Großenhain gefallener Soldaten mit einem Gottesdienst und Einweihungen.

Gedenktag in Großenhain: Erinnerungen an Opfer und Verstorbenen

Am 16. November ist es wieder soweit: Der Volkstrauertag steht vor der Tür und wird in Großenhain mit einem besonders feierlichen Gedenkgottesdienst begangen. Die Initative IG Mahnmal Marienkirche hat sich für die Organisation des Gottesdienstes verantwortlich gezeigt, der um 10:30 Uhr beginnt und den Opfern des Faschismus und der Vertreibung gedenkt. In diesem Jahr markiert die Veranstaltung zugleich das Ende von 20 Jahren ehrenamtlicher Arbeit der Initiativgruppe, die für ihr Engagement mit der Großenhainer Preuskermedaille ausgezeichnet wurde. Hier können sich die Bürger:innen auf die musikalische Gestaltung durch Siegfried Behla und den Männerchor Großenhain-Reinersdorf freuen. Nach dem Gottesdienst haben alle Anwesenden die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen und die Erinnerungen gemeinsam zu teilen.

Besonders hervorzuheben ist, dass nicht nur in Großenhain ehrende Worte gesprochen werden. Auch in Ebersbach wird am gleichen Tag die Einweihung neuer Gedenksteine für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges gefeiert. Um 14 Uhr sind alle Einwohner und Interessierten eingeladen, beim Festakt zuzuhören. Das alte Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges wurde zuvor aufwendig saniert und wird ebenfalls feierlich eingeweiht. Diese neuen Gedenksteine wurden durch großzügige Spenden und Fördermittel möglich gemacht, was dem Gemeinschaftssinn der Stadt zu verdanken ist.

Trauer und Gedenken im Wandel der Zeit

Der Volkstrauertag, der in Deutschland seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag gefeiert wird, hat eine bewegte Geschichte. Ursprünglich von der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ins Leben gerufen, um den gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs zu gedenken, hat er sich im Lauf der Jahre stark gewandelt. Heute wird an diesem Tag nicht nur der Soldaten gedacht, sondern auch der Opfer von Gewalt, Krieg und Terrorismus. Diese Entwicklung macht den Volkstrauertag zu einem wichtigen Moment der Erinnerung.

Der Volkstrauertag wird zwar nicht als gesetzlicher Feiertag anerkannt, zahlreiche Gedenkveranstaltungen und gemeinsame Feiern haben jedoch einen tiefen Platz im Herzen der deutschen Bürger:innen gefunden. Wikipedia beschreibt, dass der erste Anlass im Reichstag bereits im Jahr 1922 stattfand, und seitdem ist die zentrale Gedenkstunde im Deutschen Bundestag ein fester Bestandteil des öffentlichen Gedenkens.

Ein Blick über die Grenzen

Dass Gedenken in vielen Ländern eine wichtige Rolle spielt, zeigt sich nicht nur in Deutschland. Verschiedene international anerkannte Gedenk- und Aktionstage sind über das Jahr hinweg verteilt, wie der Gedenktag für die Opfer von Gewalt oder der Jay für die gefallenen Soldaten. Diese Aktionen huldigen nicht nur Militärangehörigen, sondern alle Menschheit, die unter Gewalt gelitten hat.

Der Volkstrauertag am 16. November wird somit nicht nur ein Tag des Gedenkens, sondern auch ein Moment des Innehaltens und Zusammenkommens für die gesamte Community.