Roßweiner Gerüstbauer: Sanierung der Talsperre Lichtenberg gestartet!
Roßweiner Gerüstbau-Spezialisten erneuern die Talsperre Lichtenberg in Mittelsachsen. Sanierungskosten: 30 Millionen Euro.

Roßweiner Gerüstbauer: Sanierung der Talsperre Lichtenberg gestartet!
In den vergangenen Monaten hat das Roßweiner Unternehmen Gemeinhardt Service GmbH seine Expertise eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nachdem es vor fünf Jahren die Sanierung der Talsperre Lehnmühle erfolgreich umgesetzt hat, sind die Mitarbeiter nun mit der Sanierung der Talsperre Lichtenberg im Landkreis Mittelsachsen beschäftigt. Der Baustart auf der Dammkrone fand im Mai 2024 statt. Mittlerweile wird der Entnahmeturm der Talsperre eingerüstet, um die bevorstehenden Sanierungsarbeiten zu ermöglichen. Laut DNN wird diese Maßnahme, für die geschätzte Kosten von rund 30 Millionen Euro veranschlagt sind, durch Mittel des Freistaates Sachsen finanziert und soll mindestens zwei Jahre in Anspruch nehmen.
Um die Sanierung effizient voranzutreiben, wurde eine betonierte Baustraße sichtbar, die während der Entleerung des Stausees zum Vorschein kam. Diese wird nun für den Transport von über 150 Tonnen Gerüstmaterial genutzt, das seit Beginn der Arbeiten an den Entnahmeturm geliefert wurde. Besonders beim Bau des Gerüsts muss darauf geachtet werden, dass genügend Platz für andere Gewerke geschaffen wird, die ebenfalls am Turm arbeiten. Mit viel Geschick installieren die Fachkräfte ein spezielles Gerüst, welches drei Meter nach außen kragen muss, um den Turmkopf zu berücksichtigen, während die Montage eines zehn Meter tiefen Hängegerüstes in die Einlauftulpe bereits begonnen hat.
Fortschritte und Herausforderungen
Die Sanierung des Entnahmeturms umfasst zahlreiche technische Herausforderungen. Unter anderem müssen alte Beschichtungen aus Glasfaser-Kunststoff entfernt und der äußere Stahlwasserbau erneuert werden. Zudem wird die Demontage alter Talsperrenschieber und -gestänge durchgeführt, um eine ebene Unterlage für die Abdichtung mit Kunststoffdichtungsbahnen zu schaffen. Medienservice Sachsen dokumentiert diese Fortschritte und informiert über die neuesten Entwicklungen vor Ort, einschließlich des Pressetermins der Landestalsperrenverwaltung Sachsen am 25. Juni 2025.
Ein zusätzlicher Aspekt, der die Arbeiten an der Talsperre kompliziert, ist die Notwendigkeit der Bauwasserhaltung an der Wasserseite des Dammes. Hierfür wurde ein Fangedamm sowie die erforderlichen Rohrleitungen errichtet. Durch diese Maßnahmen wird sichergestellt, dass die Baustelle während der gesamten Sanierungsphase weiterhin betriebsfähig bleibt.
Langfristige Bedeutung
Die Talsperre Lichtenberg hat schon seit etwa 50 Jahren eine zentrale Rolle in der Wasserversorgung der Region gespielt. Sie versorgt rund 200.000 Menschen durch die Wasserwerke in Lichtenberg und Freiberg, und die gesamte Infrastruktur ist eng mit der Revierwasserlaufanstalt Freiberg sowie dem Talsperrenverbundsystem Osterzgebirge verbunden. Während der Sanierung wird die Rohwasserverversorgung temporär über die Talsperre Rauschenbach und die Obere Revierwasserlaufanstalt Freiberg sichergestellt, wodurch ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist. Wasserwirtschaft Sachsen hebt hervor, dass die Minimierung von Einschränkungen für Rohwasserabnehmer und Anwohner während der Bauzeit eine der Hauptziele dieser umfangreichen Arbeiten ist.
So zeigt sich, dass die Gemeinde und das Unternehmen mit einem guten Händchen nicht nur in die Infrastruktur der Region investieren, sondern auch für eine sichere Wasserversorgung der Zukunft sorgen. Mit einem soliden Technik- und Projektmanagement, das bereits in der Vergangenheit erfolgreich bewiesen wurde, wird die Sanierung der Talsperre Lichtenberg in den kommenden Jahren sicher zu einem positiven Ergebnis führen.