Kulturbastion Torgau in Not: Spendenaufruf für die Zukunft!
Torgauer Kulturbastion startet Spendenaufruf wegen finanzieller Engpässe. Ziel: 15.000 Euro zur Sicherung des Betriebs.

Kulturbastion Torgau in Not: Spendenaufruf für die Zukunft!
In Torgau steht die Kulturbastion vor großen finanziellen Herausforderungen. Der Trägerverein Kulturelles Aktionsprojekt (KAP) hat einen Spendenaufruf über Social Media gestartet, um die benötigten Mittel zu sichern. Conny Stöber, eine langjährige Unterstützerin des KAP, zeigt sich besorgt über die aktuelle Lage. Geschäftsführerin Daniela Voigt erklärt, dass die finanziellen Probleme seit der Eröffnung der Kulturbastion am 2. Oktober 2005 bestehen. „Die allgemeinen Kostensteigerungen haben uns in diese Situation gebracht“, so Voigt, die betont, dass der Spendenaufruf nicht mit der Personalie des ehemaligen Geschäftsführers Uwe Narkunat zusammenhängt.
Das Spendenziel liegt bei 15.000 Euro, um den Geschäftsbetrieb über den Jahreswechsel zu sichern. Ein Grund für die finanziellen Schwierigkeiten sind auch Rückzahlungen von staatlichen Corona-Hilfen und fehlende Einnahmen aus Open-Air-Veranstaltungen, die wegen schlechten Wetters ins Wasser fielen. Die Satzung des KAP lässt darauf schließen, dass eine Schließung der Kulturbastion nicht geplant ist, und auch rechtliche Schwierigkeiten sind nicht im Raum. Dennoch zeigt sich Voigt darum bemüht, Ausgaben zu optimieren und die Angebote der Kulturbastion auf den Prüfstand zu stellen. Um die Zusatzkosten zu kompensieren, wurden die Ticketpreise für Kinofilme um durchschnittlich 50 Cent erhöht.
Ein Blick in die Strukturen
Aktuell beschäftigt die Kulturbastion sechs Mitarbeiter in Teilzeit sowie zwölf Minijobber. Besonders besorgniserregend ist der offene Kinder- und Jugendtreff „kap.uze“, der seit dem Weggang der Einrichtungsleiterin keine regulären Angebote mehr hat. Um die nötigen Mittel zu sammeln, wurde ein Spendenkonto eingerichtet: Kulturelles Aktionsprojekt Torgau e.V., IBAN: DE57 8605 5592 2210 0180 83, Verwendungszweck: „Erhalt Kulturbastion“.
Oberbürgermeister Henrik Simon hat seine Unterstützung zugesichert und steht in Kontakt mit dem Vorstand der Kulturbastion. Unter dem Hintergrund, dass viele Kulturschaffende in Deutschland seit der Pandemie vor ähnlichen Problemen stehen, ist es wichtig zu betonen, dass im Bereich des Kulturbereichs, wie kulturstaatsminister.de berichtet, die Zugangsmöglichkeiten zu Kurzarbeitergeld und andere Unterstützungsmaßnahmen durch den Bund weiterhin niedrigschwellig sind.
Die kulturpolitische Lage zeigt, wie wichtig es ist, kulturelle Einrichtungen zu unterstützen, um das vielfältige Angebot in Städten wie Torgau aufrechtzuerhalten. Doch ohne Unterstützung von Seiten der Bevölkerung wird es schwierig, die Kulturbastion aus dieser finanziellen Klemme zu befreien und den Platz als wichtiger kultureller Anlaufpunkt zu bewahren.