Hartha wehrt sich: Bürger fordern Stopp der Asylunterkunft im Hamimex!
Am 19.09.2025 lehnte der Harthaer Stadtrat Pläne für eine zentrale Asylunterkunft im Hamimex-Gebäude ab.

Hartha wehrt sich: Bürger fordern Stopp der Asylunterkunft im Hamimex!
Etwa 300 Bürgerinnen und Bürger fanden sich in der Hartharena ein, um sich über die geplante Asylunterkunft im alten Hamimex-Gebäude zu informieren. Bei der Bürgerfragestunde, die sich um dieses brisante Thema drehte, ließen zahlreiche Anwesende ihrer Stimme freien Lauf. Alle Stadträte der Stadt Hartha haben sich klar positioniert und eine Willenserklärung unterzeichnet, die sich gegen die Einrichtung einer zentralen Asylunterkunft an der Dresdener Straße auspricht. Dies berichtet säschsische.de.
Die Pläne sehen vor, bis zu 60 geflüchtete Menschen in dem historischen Gebäude unterzubringen, das zuvor als Textilfabrik diente und über die Jahre verschiedene Nutzungen erfuhr. Veranstaltet von der Stadt Hartha informierte eine Einwohnerversammlung über die Details, die ursprünglich in einer Stadtratssitzung besprochen werden sollten. Diese wurde jedoch abgesagt, um den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, direkt ihre Fragen zu stellen und Bedenken zu äußern. Ein Vertreter des Landkreises war vor Ort, um den Anwesenden Rede und Antwort zu stehen, wobei der Zutritt zur Versammlung lediglich für Einwohner der Stadt und ihrer Ortsteile gestattet war. tagesschau.de berichtet von einem regemäßigen Austausch der Meinung zwischen den Bürgern und den Verantwortlichen.
Ein zentrales Anliegen der Harthaer Stadträte liegt in der Übermittlung der Willensbekundung, die von CDU-Fraktionschef Christian Zimmermann an Bürgermeister Ronald Kunze übergeben wurde. Die Unterstützung für diese Initiative zeigt sich auch in den rund 1.400 Unterschriften, die von Marco Kretschmer gesammelt wurden. Diese Willenserklärung wird an das Landratsamt Mittelsachsen sowie an die zuständigen Ministerien und Abgeordneten weitergeleitet, um die ablehnende Haltung der Stadt deutlich zu machen.
Ein Blick auf die Unterkunft
Das Hamimex-Gebäude, das in den kommenden Monaten saniert werden soll, steht im Fokus der Diskussionen. Interessant ist, dass Asylsuchende in Deutschland in der Regel bis zu 18 Monate in Aufnahmeeinrichtungen wohnen müssen, es sei denn, sie sind Teil einer Familie mit minderjährigen Kindern, die maximal sechs Monate Abstand sind. Wie die Integrationsbeauftragte integrationsbeauftragte.de erklärt, sind Asylsuchende mit einer Reihe von Regelungen konfrontiert, die auch ihre Aufenthaltsgestaltung betreffen. Während des gesamten Verfahrens müssen sie den Bezirk der zuständigen Ausländerbehörde nicht verlassen, es sei denn, es liegen zwingende Gründe vor.
Die Unterbringung erfolgt gemäß dem „Königsteiner Schlüssel“, der die Verteilung auf die Bundesländer regelt. Für die in Hartha geplante Unterkunft bedeutet dies konkret, dass die Verhältnisse gesteuert werden, um eine gleichmäßige Unterstützung und Versorgung zu gewährleisten. Ab dem Moment, an dem ein Asylsuchender registriert wird, können sie verschiedene Sozialleistungen in Anspruch nehmen, die auf ihre persönlichen Umstände zugeschnitten sind.
In Hartha laufen somit die Vorbereitungen und Diskussionen auf Hochtouren. Während die Stadtverwaltung und die Bürgerinnen und Bürger versuchen, ihre Stimme zur kommenden Situation zu erheben, bleibt abzuwarten, wie es mit dem Vorhaben weitergeht. In Anbetracht der intensiven Gespräche sowie der bereits geleisteten Willenserklärungen scheint der Weg für die Umsetzung der geplanten Asylunterkunft alles andere als klar zu sein.