GKN Zwickau: 835 Jobs in Gefahr – Streik sorgt für hohe Abfindungen!
Der Artikel beleuchtet die Schließung des Gelenkwellenwerks GKN in Zwickau, die 835 Mitarbeiter betrifft, und die Auswirkungen auf die Belegschaft.

GKN Zwickau: 835 Jobs in Gefahr – Streik sorgt für hohe Abfindungen!
Im Zwickauer Gelenkwellenwerk von GKN ist ein strukturierter Rückgang an Mitarbeitern und Produktion zu beobachten. Aktuell sind von einst fast 900 Beschäftigten nur noch 210 aktiv. Wie die Freie Presse berichtet, stehen die Hallen leer und die Belegschaft ist sichtlich erschüttert. Die Situation auf dem Parkplatz spricht Bände – viele Parkbuchten sind nicht belegt, was die angespannte Lage verdeutlicht.
Die Schließung der Produktion im Gelenkwellenwerk wird insgesamt 835 Mitarbeitern zum Verhängnis. Die Belegschaft hat sich jedoch nicht kampflos ergeben. Durch Streiks und Verhandlungen mit GKN konnten sie hohe Abfindungen und die Gründung einer Transfergesellschaft aushandeln. Nach Sächsische.de stimmten beeindruckende 96 Prozent der IG Metall Mitglieder für einen Sozialtarifvertrag. Dieser sieht für gekündigte Mitarbeiter Abfindungen von 1,5 Monatsgehältern pro Beschäftigungsjahr vor, mindestens jedoch 17.500 Euro. Zum Vergleich: Übliche Abfindungen liegen oft deutlich darunter, bei lediglich einem halben Monatsgehalt.
Ein Lichtblick für die Beschäftigten
Wirtschaftsminister Martin Dulig bezeichnete die Vereinbarungen als vorbildlich, können die betroffenen Mitarbeiter des GKN-Werks auf zusätzliche Unterstützung hoffen. Diese umfasst 5.000 Euro pro unterhaltsberechtigtem Kind sowie weitere Zuschläge für Mitglieder der Gewerkschaft. Eine eigens eingerichtete Transfergesellschaft hilft den Beschäftigten, neue Jobmöglichkeiten zu finden und Qualifizierungsmaßnahmen zu nutzen. Nach Angaben von GKN erhalten sie bis zu zwölf Monate Unterstützung.
Die von Planet Wissen bereitgestellten Informationen verdeutlichen, dass Streiks die schärfste Waffe der Arbeiter gegen unzureichende Arbeitsbedingungen darstellen. In diesem Fall haben die Beschäftigten des Gelenkwellenwerks durch entschlossene Streikaktionen nicht nur für ihre Rechte gekämpft, sondern auch ein Zeichen gesetzt, dass Solidarität und gemeinsames Handeln in der heutigen Arbeitswelt von entscheidender Bedeutung sind.
Die Zukunft ist ungewiss
Gleichzeitig bleibt die Zukunft der verbliebenen Belegschaft ungewiss. Während GKN eine Standortgarantie für seine anderen Werke in Offenbach, Kiel und Trier bis Ende 2028 verschafft hat, blickt das Zwickauer Werk einem ungewissen Schicksal entgegen. Das Unternehmen hat bestätigt, dass die Produktion von Gelenkwellen vollständig eingestellt wurde. Die Sorgen um die gesicherten Arbeitsplätze bedrücken die verbliebenen Angestellten, die sich auch fragen, wie sie sich in dieser düsteren Stimmung motivieren können.
Es bleibt zu beobachten, wie sich die Lage der Mitarbeiter entwickeln wird und ob die eingerichtete Transfergesellschaft den Nerv der Zeit trifft. Eines steht jedoch fest: Die Herausforderungen sind groß, und der Zusammenhalt der Belegschaft wird umso wichtiger sein, während sie in die Zukunft blicken.