Grenzkontrollen in Reitzenhain: Rumäne wegen Haftbefehls in Zwickau!
Am 12.08.2025 führte die Bundespolizei am Grenzübergang Reitzenhain Kontrollen durch und nahm mehrere Personen mit offenen Haftbefehlen fest.

Grenzkontrollen in Reitzenhain: Rumäne wegen Haftbefehls in Zwickau!
Am Montagabend kam es am Grenzübergang Reitzenhain zu einem vorläufigen Halt für einen 28-jährigen Rumänen. Bei der Kontrolle durch die Bundespolizeiinspektion Chemnitz wurde ein offener Strafvollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Bayreuth aufgedeckt. Dieser Haftbefehl war aufgrund von Trunkenheit im Verkehr ausgestellt worden, und da der Mann die geforderte Geldstrafe von über 5.000 Euro nicht begleichen konnte, wurde er in die Justizvollzugsanstalt Zwickau eingeliefert. Wie Blick berichtet, ist dies nicht der einzige Vorfall, der in dieser Woche an der Grenze stattgefunden hat.
Die Bundespolizei hat insgesamt neun Personen festgenommen, die ebenfalls offene Haftbefehle mit sich führten. Ein weiterer erwähnenswerter Fall ereignete sich am 14. August, als ein 56-jähriger Rumäne, ebenfalls wegen Trunkenheit im Verkehr, kontrolliert wurde. Auch er konnte die geforderte Geldstrafe von fast 4.000 Euro nicht bezahlen und wurde in die JVA Zwickau eingeliefert, wie der Regionalspiegel ergänzt.
Weitere Festnahmen in der Folgezeit
Die Polizei hat auch am 15. und 16. August eine Reihe von Festnahmen durchgeführt: Ein 24-jähriger Rumäne wurde wegen des Verdachts des Bandendiebstahls festgenommen, während ein 37-jähriger Tscheche wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort inhaftiert wurde. Letzterer hatte jedoch Glück: Er konnte die geforderte Summe von 900 Euro zahlen und setzte seine Reise fort.
Besonders interessant ist das Geschehen am 17. August, als ein 27-jähriger Serbe aufgrund eines Haftbefehls wegen Diebstahls kontrolliert wurde. Glück für ihn und einen 44-jährigen Grieche, die beide ihre Geldstrafen begleichen konnten und somit einfach weiterreisen durften. Am nächsten Tag, dem 18. August, wurden dann vier weitere Haftbefehle vollstreckt. Während ein 44-jähriger Rumäne wegen Steuerhinterziehung in die JVA Chemnitz gebracht wurde, konnte ein 34-jähriger Tscheche seine Geldstrafe von über 2.200 Euro begleichen, musste jedoch illegaler Gegenstände wie einen Schlagring und Drogen abgeben.
Sicherheitslage und Kontrollen an der Grenze
Diese Vorfälle sind Teil einer umfassenden Strategie der Bundespolizei, die seit Oktober 2023 stationäre Kontrollen an den Grenzen zu Polen, Tschechien und der Schweiz durchführt. Inmitten dieser Maßnahmen wurden zwischen dem 16. Oktober 2023 und dem 30. April 2024 über 5.000 Personen mit Haftbefehlen festgenommen.
Ein überblick über die Festnahmen und Drogen:
- Personen mit Haftbefehlen festgenommen: 5048
- Drogen und Waffen beschlagnahmt: 3527 Fälle
- Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz: Festgestellt
- Unerlaubte Einreisen von Migranten: 36.161
- Migranten über die Grenze geschleust: 7401
Ein Rückgang von unerlaubten Einreisen wurde ebenfalls festgestellt: von rund 21.000 im September 2023 auf etwa 7.500 im April 2024. Diese Maßnahmen haben sich bewährt, um die Schleusungskriminalität zu bekämpfen und die irreguläre Migration einzuschränken. Binnengrenzkontrollen zwischen Deutschland und Österreich, die seit 2015 bestehen, wurden ebenfalls bis November 2024 verlängert, um die Sicherheit weiter zu gewährleisten, insbesondere in Anbetracht der bevorstehenden Fußball-Europameisterschaft.
Die jüngsten Ereignisse im Zusammenhang mit den Grenzkontrollen verdeutlichen, dass die Behörden ein gutes Händchen haben, um potenzielle Kriminelle dingfest zu machen. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Maßnahmen und Entwicklungen in den kommenden Wochen und Monaten folgen werden, um die Sicherheit an den Grenzen zu erhöhen.