Grippe und Covid: So gefährlich steigen Herzrisiken im Winter!

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Der Artikel beleuchtet, wie Grippe- und Coronaviren das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle deutlich erhöhen.

Der Artikel beleuchtet, wie Grippe- und Coronaviren das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle deutlich erhöhen.
Der Artikel beleuchtet, wie Grippe- und Coronaviren das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle deutlich erhöhen.

Grippe und Covid: So gefährlich steigen Herzrisiken im Winter!

In der kalten Jahreszeit ist Vorsicht geboten: Grippe- und Coronaviren erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erheblich. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass das Risiko eines Herzinfarkts nach einer Grippeinfektion auf das Vier- bis Fünffache ansteigt, während das Risiko für einen Schlaganfall in den vier Wochen nach einer solchen Infektion gleich fünfmal so hoch ist. Diese Informationen stammen aus einer umfassenden Studie von Kosuke Kawai und seinem Team an der University of California, die über 52.000 Studien zu Virusinfektionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen analysierten und die Ergebnisse im “Journal of the American Heart Association” veröffentlicht wurden. Wie blick.de berichtet, wird dabei das erhöhte Risiko durch Immunreaktionen erklärt, die Entzündungen und Blutgerinnung fördern.

Diese gefährlichen Auswirkungen betreffen insbesondere Menschen mit Vorerkrankungen, wie zum Beispiel Atherosklerose, bei denen bereits eine Verengung der Blutgefäße besteht. Im Winter, wenn es kälter wird und Atemwegsinfekte Hochsaison haben, ist die Gefahr für Herzinfarkte besonders hoch. Niedrige Temperaturen führen zur Verengung der Blutgefäße und erhöhen so den Blutdruck, was zusätzlich die Herzbelastung steigert. Prof. Michael Böhm, Direktor der Klinik für Innere Medizin III am Universitätsklinikum des Saarlandes, erklärt: “Es ist unumstritten, dass Atemwegsinfekte mit einer erhöhten Häufigkeit von Herzinfarkten und Schlaganfällen einhergehen.” Dies bestätigt auch herzmedizin.de.

Die Rolle von Virusinfektionen und Impfungen

Besonders alarmierend ist die Feststellung, dass das Risiko eines Herzinfarkts nach einer COVID-19-Infektion um etwa das 3,1-fache zunimmt und das Schlaganfallrisiko um 2,9-fach höher ist. Verschiedene Viren wie HIV und Hepatitis C erhöhen ebenfalls signifikant die Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine Grippeimpfung kann jedoch einen wirksamen Schutz bieten, indem sie das Risiko schwerer Erkrankungen um bis zu 34% verringert. Diese Erkenntnis ist besonders wichtig, da die Risiken der verschiedenen Virusinfektionen langfristig klinisch relevant bleiben.

In Bezug auf die Grippe hat eine Untersuchung von Boer et al. gezeigt, dass Influenza-Infektionen direkt mit einem akuten Myokardinfarkt in Verbindung stehen. Eine Vielzahl weiterer Studien, darunter Arbeiten von Mamas et al. und Warren-Gash et al., belegen die verheerenden Folgen von Atemwegsinfekten auf das Herz-Kreislaufsystem. Die Autoren fordern, dass die Forschung in diesem Bereich weiter intensiviert wird, um die Zusammenhänge besser zu verstehen und effektive Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, die eigene Gesundheit ernst zu nehmen und aktiv gegen die saisonalen Risiken vorzugehen.

Zusammengefasst: Grippe- und COVID-19-Infektionen stellen nicht nur eine Bedrohung für die Atemwege dar, sondern können auch ernsthafte Konsequenzen für das Herz-Kreislauf-System nach sich ziehen. Eine rechtzeitige Impfstrategie ist daher von großer Bedeutung, um das Risiko schwerer Komplikationen zu minimieren und die Gesundheit langfristig zu schützen.

Quellen: blick.de, herzstiftung.de, herzmedizin.de