BAföG-Krise in Thüringen: Studierende kämpfen ums Überleben!

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Thüringen: BAföG-Probleme für Studierende, politische Entscheidung zur Notfallregelung abgelehnt. Dringender Handlungsbedarf gefordert.

Thüringen: BAföG-Probleme für Studierende, politische Entscheidung zur Notfallregelung abgelehnt. Dringender Handlungsbedarf gefordert.
Thüringen: BAföG-Probleme für Studierende, politische Entscheidung zur Notfallregelung abgelehnt. Dringender Handlungsbedarf gefordert.

BAföG-Krise in Thüringen: Studierende kämpfen ums Überleben!

Die Sorgen der Studierenden im Thüringer Raum sind groß. In einer aktuellen Meldung des Thüringer Landtags wurde eine Notfallregelung für BAföG-Empfänger abgelehnt, was die finanzielle Not vieler Studierender, insbesondere angehender Lehrerinnen und Lehrer, weiter verschärft. Wie bildungsklick.de berichtet, stehen beim Studierendenwerk Thüringen derzeit tausende unbearbeitete BAföG-Anträge auf der Liste, während die Studierenden oft monatelang ohne Einkommen auskommen müssen.

Besonders alarmierend ist die Umfrage des Thüringer Lehrerverbandes (tlv) aus Mai 2025, die zeigt, dass fast 80 % der Lehramtsstudierenden länger als 12 Wochen auf ihren ersten BAföG-Bescheid warten. Einige berichten sogar von Wartezeiten von bis zu 9 Monaten. Die finanzielle Belastung wird für viele zum ernsthaften Problem – mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, dass ihre finanzielle Situation das Studium beeinträchtigt. Nur 17 % empfinden ihren BAföG-Satz als ausreichend, was auf eine dringende Reform der Fördersätze hinweist.

Schluss mit der Bürokratie!

Die Schwierigkeiten in der Beantragung und Bearbeitung von BAföG-Anträgen sind gravierend. Häufige Probleme sind verlorene Unterlagen, wochenlange Wartezeiten und unklare Auskünfte, was die Situation der Betroffenen zusätzlich verschärft. Der tlv fordert daher eine sofortige finanzielle Absicherung der Betroffenen sowie die Entbürokratisierung des BAföG-Verfahrens. Ein Notfallmechanismus soll verhindern, dass Studierende in eine finanzielle Schieflage geraten, während sie auf ihre Unterlagen warten.

Landesvorsitzender Tim Reukauf hebt die Dringlichkeit des Handelns hervor und weist darauf hin, dass über 50 % der Lehramtsstudierenden neben dem Studium regelmäßig arbeiten müssen – meist 10 bis 19 Stunden pro Woche. Dies zeugt nicht nur von der Prekarität der finanziellen Lage, sondern verdeutlicht auch, dass Studierende ein gutes Händchen beim Zeitmanagement brauchen, um neben der Arbeit ihr Studium erfolgreich zu meistern.

Digitale Zukunft der Antragstellung

Ein Lichtblick könnte die digitale Antragstellung über die Plattform BAföG Digital sein, die es den Studierenden ermöglicht, Anträge schneller und einfacher einzureichen. Die Plattform bietet sogar einen BAföG-Rechner, um den möglichen Anspruch zu ermitteln. Zudem besteht die Möglichkeit, Anträge schriftlich oder digital abzugeben, was das Prozedere deutlich vereinfachen könnte. Wichtig dabei ist, dass die eingegebenen Daten korrekt sind, damit die Berechnung auch stimmt.

Doch trotz digitaler Ansätze bleibt der Druck auf die politischen Entscheidungsträger hoch. Die Forderungen nach einer realistischen Anpassung der Fördersätze und einer gesetzlichen Begrenzung der Bearbeitungszeiten sind berechtigt und müssen in die Tat umgesetzt werden. Nur so wird der Weg für eine faire und notwendige Unterstützung für die Studierenden geebnet.

In der Zwischenzeit bleibt abzuwarten, ob sich die politischen Rahmenbedingungen in Thüringen bald ändern werden und die Studierenden der Lehrämter weniger unter finanziellen Sorgen leiden müssen. Der tlv bleibt indes am Ball und lässt nicht locker, um die Situation zu verbessern.