Erfurt geht neue Wege: Oktoberfest wird zur sicheren SafeNow-Zone!
Erfurt führt die SafeNow App ein, um Sicherheit auf dem Oktoberfest zu gewährleisten. Nutzer können schnell Hilfe rufen.

Erfurt geht neue Wege: Oktoberfest wird zur sicheren SafeNow-Zone!
In einer Welt, in der Sicherheit zunehmend an Bedeutung gewinnt, präsentieren die Städte Erfurt und München innovative Ansätze, um Besuchern auf Volksfesten und in stark frequentierten Bereichen ein sicheres Gefühl zu geben. Die recently gestartete SafeNow App in Erfurt ermöglicht es Festbesuchern, unauffällig und schnell Hilfe zu rufen. Ein simpler Knopfdruck reicht aus, um im Ernstfall die eigenen Kontakte sowie das Sicherheitspersonal in der sogenannten SafeNow Zone zu alarmieren.
Die App bietet nicht nur eine Alarmfunktion mit metergenauer Live-Standortübermittlung, sondern ist auch im Lautlos-Modus hörbar, was insbesondere in lauten Festzelten von großem Vorteil sein kann. Der CEO der SafeNow GmbH, Tilman Rumland, hebt hervor, dass es in der Verantwortung der Kommune liegt, die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten. Bürgermeisterin Heike Langguth betont das wertvolle Zusammenspiel zwischen Stadt, Sicherheitsdiensten und Awareness-Teams, die gemeinsam präventiv für die Sicherheit der Bürger sorgen.
Safe Spaces als Unterstützung für Frauen
Ähnlich geht es beim Münchener Oktoberfest zu, wo seit dem 21. September die App “SafeNow” eingesetzt wird, um zusätzliche Sicherheit zu bieten. Wie berichtet, können insbesondere Frauen und Mädchen in Not den “Safe Space” ansteuern, ein vertraulicher Ort, der Beratung und Hilfe bietet. Im vergangenen Jahr haben über 300 Personen diesen Zufluchtsort wegen sexueller oder körperlicher Gewalt aufgesucht. Geschulte Mitarbeiterinnen stehen bereit, um Unterstützung zu bieten – sei es bei psychischen Krisen oder in der Notlage des Verlusts von Begleitungen oder Wertsachen.
Der “Safe Space” ist zudem ein kostenloses und geschützte Serviceangebot, das sich ausschließlich an Frauen richtet und im Servicezentrum hinter dem Schottenhamel-Zelt zu finden ist. Die Herausforderungen der Überfüllung der Zelte könnten jedoch den Zugang erschweren, was die Notwendigkeit einer effizienten Kombination von Offline- und Online-Hilfsangeboten unterstreicht.
Digitale Gewalt im Fokus
Im Kontext der Sicherheit darf auch die Problematik der digitalen Gewalt nicht ignoriert werden. Laut bpb nimmt die digitale Gewalt, die durch Informations- und Kommunikationstechnologien verstärkt wird, rasant zu. Insbesondere junge Frauen sind häufig betroffen – oft sogar von Tätern, die zuvor analog gewalttätig wurden. Diese Form der Gewalt kann weitreichende Konsequenzen haben und hat die Diskussion über ihre Erfassung und Bekämpfung in jüngster Zeit angeheizt.
Auf beiden Veranstaltungen – dem Oktoberfest in München und dem Fest in Erfurt – zeigt sich, dass ein ganzheitlicher Ansatz, der digitale und analoge Hilfsangebote kombiniert, notwendig ist, um die Sicherheit für alle Festbesucher zu erhöhen. Die Entwicklung von Apps wie “SafeNow” und die Einrichtung von Safe Spaces sind Schritte in die richtige Richtung, um ein sicheres Umfeld für alle zu schaffen.