Baubeginn in zwei Wochen: Talsperre Roth sichert die Region!
In Hildburghausen beginnen in zwei Wochen Bauarbeiten an der Talsperre Roth II, um Hochwassersicherheit zu gewährleisten.

Baubeginn in zwei Wochen: Talsperre Roth sichert die Region!
In zwei Wochen geht’s los! Die Bauarbeiten an der Talsperre Roth II im Landkreis Hildburghausen stehen kurz bevor. Verantwortlich für das umfassende Projekt ist die Thüringer Fernwasserversorgung (TFW), die mit den steigenden Anforderungen an die Hochwassersicherheit Schritt halten möchte. Anstelle eines traditionellen Dammschnitts wird man sich für den Bau einer Seitenentlastung entscheiden, was ein echtes Novum darstellt. Diese Maßnahme ist nicht nur eine Reaktion auf die Bedürfnisse der Zeit, sondern basiert auch auf strengeren Vorgaben der Stauanlagenaufsicht des Thüringer Landesamts für Umwelt, Bergbau und Naturschutz, wie inSüdthüringen berichtet.
Ursprünglich wollte man die Stauhöhe senken, um den Damm bei extrem hohen Wassermengen zu schützen. Nach ausgiebigen Gesprächen mit den Kommunal- und Landespolitiken sowie den Bürger:innen der Region entschied man sich jedoch, die Talsperre in ihrer bisherigen Funktion zu belassen. Dies zeigt, wie wichtig der Erhalt lokaler Strukturen ist.
Wasserstand und Herausforderungen
Aktuell ist der Wasserstand des Stausees Roth auf etwa 4,30 Meter gesunken, was eine Senkung um 0,70 Meter im Vergleich zum ursprünglichen Stand darstellt. Diese Maßnahme hat nicht nur den Landrat Sven Gregor, der die Absenkung kritisiert, verärgert, sondern auch die Naturschutzbehörde im Landratsamt überrascht. Insbesondere die Kommunikation im Vorfeld könnte man als verbesserungswürdig bezeichnen, auch wenn Geschäftsführer Thomas Dirkes von der TFW zugibt, dass die Ankündigung besser hätte erfolgen können, wie MDR berichtet.
Falls es zu Starkregen kommt, könnte der aktuelle Ablauf mit nur 2 Kubikmetern pro Sekunde den Anforderungen nicht gerecht werden. Daher ist die Schaffung eines neuen Überlaufs geplant, der technisch eine Abtragung einer Mauer um einen Meter bedingt und geschätzte Kosten von etwa 500.000 Euro mit sich bringt. Umweltminister Tilo Kummer bleibt dennoch optimistisch, dass die Arbeiten bis Herbst abgeschlossen werden können. Dies würde es ermöglichen, den Wasserstand wieder auf etwa 4,50 Meter zu heben, was den Lebensraum für zahlreiche geschützte Arten wie Biber, Fledermäuse und Erdkröten sichert.
Der Blick in die Zukunft
Mit der zunehmenden Nutzung von Talauen durch Landwirtschaft und Gewerbe wird das Risiko von Hochwasserereignissen immer höher. Maßnahmen wie der Bau von Talsperren und Hochwasserrückhaltebecken und die regelmäßige Überprüfung ihrer Funktionsfähigkeit sind unabdingbar, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Hochwasser ist, auch durch den Klimawandel bedingt, nicht zu vermeiden, und es ist wichtig, sich darauf einzustellen, wie hlnug.de thematisiert.
Die anstehenden Arbeiten an der Talsperre Roth II sind ein Schritt in die richtige Richtung, um diesen Herausforderungen zu begegnen. In der Zusammenarbeit zwischen Politik, Umweltverbänden und der Bevölkerung zeigt sich, wie wichtig es ist, für die Sicherheit der Region zu kämpfen und gleichzeitig Naturschutz nicht aus den Augen zu verlieren. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein – auf dass die Bauarbeiten erfolgreich fortschreiten!