Freibäder in Thüringen schließen: Protest gegen Kürzungen am 30. Oktober!
Proteste im Ilm-Kreis: Schwimmbäder schließen am 30. Oktober 2025 wegen Kürzungen. Reaktionen und Forderungen der Politik.

Freibäder in Thüringen schließen: Protest gegen Kürzungen am 30. Oktober!
Vor dem Hintergrund akuter Finanzprobleme schließen viele Freibäder in Thüringen am Donnerstag, den 30. Oktober 2025, ihre Türen als Zeichen des Protests gegen die Kürzungen der Landesmittel. Dies ist eine klare Botschaft der Badbetreiber, die sich in einer zunehmend prekären Lage befinden. Im Ilm-Kreis ist die Reaktion auf diese Krise gemischt: Während die Schwimmhalle in Ilmenau geöffnet bleibt, schließt das Sport- und Freizeitbad „Am Wollmarkt“ in Arnstadt sowie einige andere Einrichtungen. Für Ausnahmen wie das Schulschwimmen bleibt allerdings geöffnet. Badchefin Anette Engel-Adlung hat ein Video aufgezeichnet, um auf das Verständnis für die Schließung zu werben, da der Protesttag vor dem Thüringer Landtag geplant ist. Dies berichtet inSüdthüringen.
Die Gründe für diesen Protest sind vielfältig. Die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Thüringens Schwimmbäder sind besonders angespannt. Für viele Betriebe sind die stark gestiegenen Personal- und Energiekosten ein überwältigendes Problem, das dazu führt, dass Schließungen drohen. Laut einer Resolution, die Vertreter aus Politik, Kommunen und Verbänden aus Thüringen unterzeichnet haben, fordert man jährlich 30 Millionen Euro aus dem Thüringer Doppelhaushalt 2026/2027, um den Verfall der Bäder zu stoppen. Die Unterzeichner bekräftigen auch die Notwendigkeit eines “Härtefallfonds”, um die drohenden Schließungen der Hallenbäder abzuwenden. Dies wird von der n-tv.
Die Zukunft der Thüringer Schwimmbäder
Die Situation zwingt die Landesregierung dazu, über die Zukunft der Thüringer Bäder nachzudenken. Schenk, ein maßgeblicher Akteur in der Diskussion, betont die Bedeutung einer neuen Landes-Bäderkonzeption 2040, um klare Kriterien für die Förderfähigkeit zu entwickeln. In diesem Zusammenhang wird ein besonderer Fokus auf Standorte gelegt, die Schulschwimmen, Vereinssport und Reha-Angebote ermöglichen. Das ist wichtig, denn Lutz Thieme von der Hochschule Koblenz hat sich intensiv mit der Bäderlandschaft in Thüringen auseinandergesetzt und fordert eine intelligente Steuerung der Bäderförderung. Er kritisiert die pauschalen Zuschüsse, die den Bedürfnissen der Bäder nicht gerecht werden. Auf diese Weise könnte eine nachhaltige Lösung gefunden werden, die den Schwimmbädern hilft, langfristig zu bestehen, anstatt punktuell zu unterstützen, was kurzfristige Löcher stopfen würde. Dies berichtet MDR.
Ein weiterer Punkt, der Beachtung findet, ist die Dringlichkeit, das Schulschwimmen in den Grundschulalltag zu integrieren und dabei auch die Entfernung zur nächstgelegenen Schwimmhalle zu berücksichtigen. Der CDU-Landrat Christian Herrgott hat jüngst darauf hingewiesen, dass Hallenbäder unerlässlich sind, um den Schulkindern das Schwimmen zu ermöglichen. Die finanzielle Unterstützung ist auf Null gesetzt worden, was von vielen als katastrophale Entscheidung angesehen wird. Um die Situation zu verbessern, wird daher eine klare und langfristige Finanzierung gefordert, die aktuelle und zukünftige Herausforderungen berücksichtigt. Die Notwendigkeit für tragfähige Zukunftskonzepte für die Badbetreiber ist unbestritten und wird in politischen Diskussionen angesprochen.