Vogelgrippe-Alarm: Stallpflicht in Thüringen wegen tödlicher Kraniche!
Thüringen verhängt Stallpflicht wegen Vogelgrippe. In mehreren Landkreisen gelten bereits strenge Auflagen zum Schutz von Geflügel.

Vogelgrippe-Alarm: Stallpflicht in Thüringen wegen tödlicher Kraniche!
Die Sorgen um die Vogelgrippe nehmen in Thüringen zu. Ab Donnerstag müssen private Geflügelhalter im Eichsfeld ihre Tiere in den Stall bringen, wie MDR berichtet. Diese Entscheidung folgt auf die bisherigen Funde mehrerer verendeter Wildvögel und die vermehrten Virusnachweise in der Region, die das Veterinäramt als hochriskant einstuft. Ein bestätigter Fall eines an der Vogelgrippe verendeten Kranichs wurde in Dingelstädt gemeldet, und ein weiterer Kranich wartet noch auf die endgültige Bestätigung seines positiven Tests.
In Erfurt verschärfen die Behörden die Schutzmaßnahmen, nachdem ein toter Kranich im Ortsteil Mittelhausen gefunden wurde. Auch hier gilt ab Mittwoch eine Stallpflicht, die für insgesamt neun Stadtteile umfassend ist. Diese Maßnahmen sind Teil einer allgemeinen Strategie zur Eindämmung des Virus, die bereits jetzt in mehreren Thüringer Landkreisen und Städten umgesetzt wird. Damit sind unter anderem die Landkreise Saalfeld-Rudolstadt sowie der Kyffhäuserkreis, Sömmerda und Nordhausen betroffen, die teils sogar kreisweite Stallpflichten verhängt haben.
Ausbrüche und Maßnahmen
Die Vogelgrippe, auch als Geflügelpest bekannt, stellt nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts ein hohes Risiko für Geflügelhaltungen dar. Diese Diagnose wird durch die bundesweiten Berichte über die Krankheit untermauert. In Thüringen selbst sind bislang vier Fälle bei Hausgeflügel offiziell bestätigt worden. Außerdem wurden im Kreis Greiz 1.358 Tiere nach einem Ausbruch in einem Geflügelbetrieb getötet. In anderen Regionen, wie beispielsweise in Nordbrandenburg, wurden schöngerechnet über 1.000 tot aufgefundene Kraniche registriert.
Hunderte Kraniche wurden auch am Stausee Kelbra entdeckt, wo sich die Zahl der toten Vögel auf über 500 beläuft. Die Vogelgrippe breitet sich zurzeit nicht nur in Thüringen, sondern auch in anderen Bundesländern aus und wirkt sich vor allem auf Wildvögel wie Kraniche und Gänse aus. Die Problematik wird durch den Vogelzug im Herbst verstärkt, wodurch sich die Krankheit immer rascher ausbreitet. Das Landesamt für Verbraucherschutz hat bereits Allgemeinverfügungen erlassen, die strenge Hygienevorschriften für Geflügelhalter vorsehen.
Risiken für die Bevölkerung minimal
Wichtig zu erwähnen ist, dass die Vogelgrippe in der Regel kein akutes Risiko für Menschen darstellt. Bisher sind keine H5N1-Fälle bei Menschen in Deutschland bekannt. Dennoch bleibt es ratsam, den Kontakt zu toten Vögeln zu vermeiden, um das Risiko einer möglichen Virusverbreitung zu minimieren. ZDF weist darauf hin, dass trotz der alarmierenden Zahlen die Bevölkerung derzeit nicht gefährdet ist, schwere Erkrankungen zu erleiden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Behörden in Thüringen und darüber hinaus alles daran setzen, die Ausbreitung der Vogelgrippe einzudämmen. Die Stallpflichten sollen einen effektiven Beitrag dazu leisten, die Gesundheit der Geflügelbestände zu schützen und weitere Infektionen zu verhindern. Es bleibt zu hoffen, dass die ergriffenen Maßnahmen schnell Wirkung zeigen.