Thüringen auf dem Weg zur wirtschaftlichen Erholung: Wachstum in Sicht!

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Thüringens Wirtschaft zeigt Zeichen der Erholung, mit 0,6% Wachstum im ersten Halbjahr 2023. Ein Blick auf die Entwicklungen im Weimarer Land.

Thüringens Wirtschaft zeigt Zeichen der Erholung, mit 0,6% Wachstum im ersten Halbjahr 2023. Ein Blick auf die Entwicklungen im Weimarer Land.
Thüringens Wirtschaft zeigt Zeichen der Erholung, mit 0,6% Wachstum im ersten Halbjahr 2023. Ein Blick auf die Entwicklungen im Weimarer Land.

Thüringen auf dem Weg zur wirtschaftlichen Erholung: Wachstum in Sicht!

Ein aufsteigender Stern am Wirtschaftshimmel: Thüringen zeigt nach zwei düsteren Jahren endlich Anzeichen einer Erholung. Laut Stern erzielte das Bundesland im ersten Halbjahr 2023 ein reales Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent. Diese positiven Nachrichten stammen aus den vorläufigen Erhebungen des Statistischen Landesamtes in Erfurt und setzt sich von einem vorherigen Rückgang von 1,3 Prozent im ersten Halbjahr 2022 ab. Während bundesweit kein preisbereinigtes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verzeichnet wurde, zeigt Thüringen eine erfreuliche Stabilisierung.

Trotz dieser Fortschritte gibt es noch Herausforderungen zu meistern. In den fünf ostdeutschen Bundesländern lag das reale Wachstum nur bei 0,1 Prozent, was minimal über dem Vorjahresniveau ist. Thüringen befindet sich derzeit im vorderen Mittelfeld beim BIP-Wachstum im Vergleich zu anderen Bundesländern, wie Bremen, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, die deutlich besser abschnitten. Immerhin haben starke Bundesländer wie Baden-Württemberg und Bayern ein leicht negatives Wachstum zu verkraften.

Wirtschaft im Wandel

Thüringens wirtschaftliche Landschaft hat einige strukturelle Probleme, die noch gelöst werden müssen. Besonders die Automobilzulieferindustrie und die Bauwirtschaft kämpfen weiterhin mit Absatzproblemen, die die Erholung gefährden könnten. Aktuell sind rund eine Million Erwerbstätige im Freistaat aktiv, was hinsichtlich der Arbeitskräfte eine solide Basis bietet.

Doch was erwartet uns in der Zukunft? Eine Einschätzung des ifo-Instituts zeigt, dass die ostdeutsche Wirtschaft in den Jahren 2024 und 2025 voraussichtlich stärker wachsen wird als die gesamtdeutsche Wirtschaft. So wird für 2024 ein Wachstum von 1,1 Prozent und für 2025 sogar 1,7 Prozent in den neuen Bundesländern prognostiziert, während die gesamtdeutsche Wirtschaft mit 0,4 Prozent und 1,5 Prozent hinterherhinkt, wie Tagesschau berichtet.

Positive Impulse durch Binnenkonsum

Der Grund für diese optimistischen Aussichten liegt in der stärkeren Ausrichtung der ostdeutschen Wirtschaft auf den Binnenkonsum. Ein höheres Wachstum bei konsumnahen Dienstleistern und die größere Rentenanpassung im Osten fördern die Kaufkraft der Bürger. Mit einer Rentenerhöhung von 5,86 Prozent im Osten im Vergleich zu 4,39 Prozent im Westen steigen auch die wirtschaftlichen Möglichkeiten. Zukünftige Rentenanpassungen können jedoch das Spannungsfeld verändern, da diese in Ost und West gleich ausfallen sollen.

Die Ansiedlung von großen Unternehmen wie Tesla, Intel und TSMC in Ostdeutschland verleiht dem Ganzen zusätzlichen Schwung. Zwar ist die Aufregung um die Schaffung neuer Arbeitsplätze spürbar, doch sind die langfristigen Effekte dieser Ansiedlungen noch ungewiss, insbesondere wenn es um Subventionen geht.

Im Hinblick auf die Beschäftigung ist es entscheidend, das Erwerbspersonenpotenzial weiter zu stärken. Ein Fokus auf die Senkung der Schulabbrecherquote und die Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt könnte dazu beitragen, die Innovationsfähigkeit zu fördern. Derzeit liegt der Anteil der neuen Bundesländer am gesamtdeutschen BIP bei 16 Prozent – ein Wert, der zeigt, dass die ostdeutsche Wirtschaft nicht als Motor der gesamtdeutschen Wirtschaft fungiert, sondern vielmehr eine abhängige Komponente darstellt.

Für Thüringen bleibt es spannend, die nächsten Schritte zu beobachten und die Entwicklung auf dem Weg zur wirtschaftlichen Erholung weiterhin genau zu verfolgen. Sollten die positiven Tendenzen anhalten, könnte das Bundesland in naher Zukunft noch mehr aus seinem Potential schöpfen und der wirtschaftliche Aufstieg weiterhin an Fahrt gewinnen.