Löwen feiern Sieg gegen Cottbus – Rassismusvorfall überschattet Erfolg
TSV 1860 München besiegt Energie Cottbus 3:0. Rassismusvorfall überschattet das Spiel. Nächste Herausforderungen warten.

Löwen feiern Sieg gegen Cottbus – Rassismusvorfall überschattet Erfolg
Im Duell des TSV 1860 München gegen Energie Cottbus, das am 3. November 2025 stattfand, ging es für die Münchner vor heimischer Kulisse hoch her. Mit einem überzeugenden 3:0-Sieg setzten die Löwen ein klares Zeichen – aber, wie es oft bei Fußballspielen der Fall ist, wurde der Erfolg durch einen skandalösen Vorfall getrübt. Ein Cottbus-Spieler wurde während des Spiels rassistisch beleidigt, was zu einer zehnminütigen Unterbrechung führte. Diese Schmach überschattete die Freude über den sportlichen Triumph und ließ den 1860-Sprecher Rainer Kmeth den Tag sogar als „richtig schlecht“ bezeichnen, trotz des klaren Sieges, wie die Süddeutschen Zeitung zu entnehmen ist.
Auf dem Platz selbst zeigte der TSV 1860 München eine solide Leistung. Vor 15.000 Zuschauern, darunter 13.500 treue Löwen-Anhänger, sorgte Thore Jacobsen gleich zweimal für Freude auf den Rängen und brachte die Gastgeber in der 39. und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte mit 2:0 in Führung. Das dritte Tor fiel durch ein Eigentor des Cottbus-Spiels Manu in der 83. Minute. Die Aufstellung der Münchner war insgesamt stark und Trainer Markus Kauczinski erhielt für seine Taktik eine Note von 1. Max Reinthaler und Jacobsen wurden als herausragende Spieler hervorgehoben, während die Verteidigung um Dulic, Voet und Co. konzentriert und stabil agierte, bemerkte Dieblaue24.
Sportliche Höhepunkte und Herausforderungen
Der Spielverlauf war durchaus aufregend, denn im ersten Durchgang hatte Cottbus noch ein gutes Druckspiel, bevor der Schalter bei den Löwen nach dem 1:0 umlegte. Nach der Pause kontrollierte die Mannschaft von Kauczinski das Spiel und ließ kaum noch etwas zu. Während die Löwen nun den Fokus auf die bevorstehenden Begegnungen gegen Regensburg und Saarbrücken legen, steht die Frage nach dem Umgang mit dem rassistischen Vorfall im Raum. Gästetrainer Claus-Dieter Wollitz lobte die Entschuldigung des Präsidiums von 1860, doch er wies darauf hin, dass dieses nicht für das Verhalten eines einzelnen Zuschauers verantwortlich sei, was auch die Süddeutsche Zeitung festhielt.
Ein Fußballproblem im Kontext
Rassismus im Fußball ist längst ein gesellschaftliches Problem. In Anbetracht der bald in Deutschland stattfindenden Fußball-Europameisterschaft 2024 hat der DFB eine Anti-Rassismus-Kampagne ins Leben gerufen, die den Fokus auch auf lokale Amateurmannschaften legt. Diese sind häufig die erste Anlaufstelle für junge Migrant:innen und Flüchtlinge, berichtet die Bundeszentrale für politische Bildung. Trotz der vielfältigen Initiativen bleibt die Frage, wie ernst die Verbände solche Vorfälle nehmen. Das zeigt sich auch in den jüngsten Rückmeldungen, dass über 65% der rassistischen Vorfälle in Europa zugenommen haben.
Was also ist zu tun? Strenge Strafen und eine klare Haltung gegen Rassismus sind gefordert. Die Vorfälle im Münchner Stadion machen einmal mehr deutlich, dass der Fußball über das Spiel hinaus auch als Plattform für gesellschaftliche Veränderungen greifen kann. Die nächsten Spiele stehen im Zeichen der Aufarbeitung, sowohl sportlich als auch gesellschaftlich.