Großeinsatz in Upahl: Feuerwehren proben Ernstfall bei Arla-Molkerei!
Feuerwehren in Upahl simulierten einen Ernstfall in der Arla-Molkerei: Evakuierungsübungen und wichtige Zusammenarbeit der Einsatzkräfte.

Großeinsatz in Upahl: Feuerwehren proben Ernstfall bei Arla-Molkerei!
In Upahl, einem kleinen Ort in Nordwestmecklenburg, fand kürzlich eine bedeutende Einsatzübung in der Arla-Molkerei statt. Mehrere Feuerwehren aus der Umgebung, darunter Upahl, Hanshagen, Plüschow/Naschendorf und Grevesmühlen, simulierten einen Ernstfall, der einer Explosion eines Trocknungsturms und einem Brand im Werkstattgebäude glich. Alexander Ehlers, Wehrführer der Upahler Ortswehr, hob die enorme Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren hervor und betonte, dass solche Übungen unerlässlich sind, um bestmöglich auf Notfälle vorbereitet zu sein. Ostsee-Zeitung berichtet.
Bei der Übung wurden nicht nur technische Aspekte wie die Kommunikation und Einsatzkoordination geübt, sondern auch die Rettung von verletzten Personen. So wurden zwei Verletzte mit der Drehleiter der Grevesmühlener Feuerwehr vom Dach gerettet und vier weitere aus dem stark qualmenden Werkstattgebäude geholt. Solche Szenarien sind eine direkte Vorbereitungsmaßnahme für reale Notfälle, wie sie in der Vergangenheit schon vorgekommen sind. N-TV hebt hervor, dass die Ursachen für Brandvorfälle in der Molkerei oft unklar sind, was die Notwendigkeit von regelmäßigen Übungen zusätzlich unterstreicht.
Die Bedeutung von Brandschutzübungen
Brandschutzübungen sind eine bewährte Methode, um Unternehmen und ihre Mitarbeiter auf den Ernstfall vorzubereiten. Diese geplanten Übungen sollen nicht nur die Evakuierungsabläufe testen, sondern auch die Funktionsfähigkeit von Brandschutzsystemen überprüfen. Laut Wirtschaftswissen ist eine jährliche Unterweisung im Brandschutz für viele Unternehmen sogar gesetzlich vorgeschrieben. In der Regel sollten solche Übungen 2- bis 3-mal jährlich durchgeführt werden, insbesondere wenn das Brandrisiko hoch ist.
Wie wichtig solche Übungen sind, zeigt auch die Entwicklung in der Arla-Molkerei. Neben den kontinuierlichen Schulungen wurde ein Projekt zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren des Amts Grevesmühlen-Land ins Leben gerufen, das bereits vor vier Jahren startete. Die Ausbildung wurde bereits 2022 abgeschlossen, und mittlerweile gehören zwölf Mitglieder aus verschiedenen Feuerwehren zur Führungsgruppe, die den Einsatzleiter in schwierigen Situationen unterstützt.
Herausforderungen für die Molkerei
Die Arla-Molkerei ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Region mit etwa 500 Mitarbeitern. Dennoch gab es in der Vergangenheit immer wieder kritische Vorfälle. Neben einem Brand im Technikraum im Jahr 2020, der hohe Kosten verursachte und zur Entsorgung von mehreren Tonnen Lebensmitteln führte, gab es 2024 einen gefährlichen Vorfall mit einem explodierenden Reinigungsmittelkanister. Glücklicherweise blieben bei diesen Vorfällen größere Personenschäden aus.Die Ostsee-Zeitung zitiert, dass das Unternehmen Anstrengungen unternimmt, um die Sicherheit weiter zu erhöhen und somit das Risiko zukünftiger Vorfälle zu minimieren.
Mit diesen Herausforderungen und der ständigen Bereitschaft zur Weiterbildung und Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen zeigt die Arla-Molkerei in Upahl, wie wichtig effektive Präventionsstrategien sind. In einer Region, die auf sichere Lebensmittelproduktion angewiesen ist, ist es entscheidend, gut vorbereitet zu sein und Herausforderungen proaktiv angehen. Bei aller Ernsthaftigkeit darf jedoch auch der Blick auf die Gemeinschaft und die Zusammenarbeit nicht fehlen – schließlich sind sie das Rückgrat jeder Sicherheitsmaßnahme.