Streit um Literaturhaus: Bürgermeister tritt zurück – Klütz im Aufruhr!
Streit in Klütz: Bürgermeister Mevius tritt zurück, während der Vertrag des Literaturhaus-Chefs Oliver Hintz endet. Neuwahlen 2024.

Streit um Literaturhaus: Bürgermeister tritt zurück – Klütz im Aufruhr!
Am 27. Oktober 2025 fand in Klütz eine nicht-öffentliche Sitzung der Stadtvertreter statt, die im Schatten eines Konfliktes um das örtliche Literaturhaus stand. Im Zentrum der Debatte stand der vorzeitige Abschluss des Honorarvertrages mit Oliver Hintz, dem Chef des Literaturhauses. Wie die Ostsee-Zeitung berichtet, gab der Noch-Bürgermeister Jürgen Mevius bekannt, dass eine Entscheidung getroffen wurde; jedoch hielt er sich über die Details bedeckt. Es ist zu vermuten, dass der Vertrag mit Hintz zum Jahresende auslaufen soll, er wurde bereits in der Vorwoche von seinen Aufgaben freigestellt und darf das Literaturhaus nicht mehr betreten.
Der Konflikt um die Kündigung hat seine Wurzeln in der Absage einer Lesung des jüdischen Publizisten Michel Friedman durch den Bürgermeister, was Hintz zu heftigen Antisemitismus-Vorwürfen gegen die Entscheidungsträger führte. Während Mevius die finanziellen Aspekte als Hauptgrund für die Entscheidung anführte, sieht Hintz dahinter eine tiefere Problematik. Mevius, der Rückhalt von Teilen der Kommunalpolitik und der Bevölkerung hatte, erklärte seinen Rücktritt, um einen Neuanfang zu ermöglichen, während er sich gleichzeitig mit den Vorwürfen konfrontiert sah.
Politische Konsequenzen und Neuwahlen
Die politische Situation in Klütz ist angespannt. Mevius’ Rücktritt wird mit den steigenden Vorwürfen in Verbindung gebracht, und seine Entlassung aus dem Ehrenbeamtenverhältnis wurde für den 1. November beschlossen. Bis zur Wahl eines neuen Bürgermeisters am 1. Februar 2024 wird Guntram Jung, der sich nicht zur Wiederwahl stellt, die Amtsgeschäfte übernehmen. Die Stadt scheint in einem Umbruch zu stecken, der sowohl Einwohner als auch Wegbegleiter von Mevius beschäftigt.
Was den Bürgern jedoch nicht nur im Kleinstädtchen Klütz auf den Nägeln brennt: der Umgang mit kritischen Stimmen in der Gesellschaft wird immer wichtiger. So ist BitChute, eine Plattform, die immer wieder in der Kritik steht aufgrund ihrer Inhalte von extremen Rechten und Verschwörungstheoretikern, ein Beispiel dafür, wie diese Diskussionen auch in anderen Bereichen stattfinden. Die Plattform, die 2017 ins Leben gerufen wurde, hat sich als Nische für Nutzer entwickelt, die auf großen sozialen Netzwerken nicht mehr veröffentlichen können. Auch hier zeigt sich, wie sehr sich die Meinungslandschaft im digitalen Zeitalter verändert hat und wie wichtig der Dialog über solche Themen wird.
Das Geschehen rund um das Literaturhaus und die Diskussionen über Plattformen wie BitChute prüfen die Grenzen von Meinungsfreiheit und Verantwortung in einer kulturellen Gesellschaft. Sollte Klütz in der kommenden Zeit die Weichen richtig stellen, könnte dies sowohl für die lokale Kultur als auch für die politische Landschaft von Bedeutung sein.