Flugverbot über Atommülllager: Sicherheit am 19. März 2026 in Lubmin!

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Bund plant Flugverbotszone über Atommülllager in Lubmin, um Drohnenbedrohungen zu begegnen. Start: 19. März 2026.

Bund plant Flugverbotszone über Atommülllager in Lubmin, um Drohnenbedrohungen zu begegnen. Start: 19. März 2026.
Bund plant Flugverbotszone über Atommülllager in Lubmin, um Drohnenbedrohungen zu begegnen. Start: 19. März 2026.

Flugverbot über Atommülllager: Sicherheit am 19. März 2026 in Lubmin!

Die Sicherheitslage rund um die deutschen Atommüllzwischenlager wird ab dem 19. März 2026 erheblich strenger. Der Bund hat eine Flugverbotszone über den zentralen Lagern in Lubmin, Gorleben und Ahaus beschlossen. Dieser Schritt folgt auf eine verschärfte Bedrohung durch Drohnen, die in den letzten Jahren verstärkt im Zusammenhang mit diesen sensiblen Standorten gesichtet wurden. Wie das NDR berichtet, soll die neue Regelung die Sicherheit an den Lagerstandorten erhöhen.

Die Entscheidung zur Einrichtung des Flugverbots beruht nicht nur auf den unberechtigten Sichtungen von Drohnen über dem EWN-Gelände in Lubmin, sondern auch auf einem Generationswechsel in der Sicherheitswahrnehmung. Innenminister Christian Pegel betont die bedeutende Rolle dieser Maßnahmen, um Gefährdungen frühzeitig eindämmen zu können. Dies wird auch durch die Erfahrungen mit Drohnensichtungen in Dänemark und Schleswig-Holstein gestützt, die die Diskussion um effektive Drohnenabwehr befeuert haben.

Details zur Flugverbotszone

Diese neue Flugverbotszone hat einen Durchmesser von 1,5 Kilometern und erstreckt sich in Höhenlagen von über 600 Metern. Aktuell gilt ein solches Verbot lediglich über Atomkraftwerken, eine Regelung, die nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 eingeführt wurde. Laut ND Aktuell wird das Verbot auch für andere Atomanlagen an den genannten Standorten gelten.

Über das Zwischenlager Nord in Lubmin, das mehrere Blöcke des ehemaligen DDR-Atomkraftwerks umfasst, wurde verstärkt diskutiert. Der Betreiber, die EWN GmbH, zeigt sich zufrieden mit dem neuen Schritt, da er Überflüge einschränkt und damit die Erkennung von Verstößen erleichtert. Die Kosten für die Errichtung eines neuen Lagers für Castorbehälter sind auf etwa 220 Millionen Euro geschätzt, während der Rückbau des bestehenden Lagers mit bis zu elf Milliarden Euro zu Buche schlagen könnte.

Reaktionen und Bedenken

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg begrüßt zwar die neue Maßnahme, fordert jedoch weitergehende Sicherheitsvorkehrungen. Anwohner in Gorleben hatten im Mai in der Nähe der Zwischenlager Drohnen sichten können, was die Dringlichkeit der Diskussion um ein Flugverbot verstärkte. Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer bezeichnete die Maßnahme als Schritt in die richtige Richtung, allerdings gibt es noch keine klaren Regelungen zur Durchsetzung und den Zuständigkeiten, die viele Fragen offen lassen.

Zusammengefasst zeigt diese Entwicklung, dass es im Umgang mit der Atomkraft und den damit verbundenen Risiken wichtige Veränderungen gibt. Die Diskussion um Drohnensichtungen ist nicht nur eine lokale Angelegenheit, sondern wirft auch bundesweit Fragen auf. Bis zur Inkrafttreten des Flugverbots bleibt daher abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird und welche weiteren Maßnahmen getroffen werden.