Gemeinsam für die Energiewende: Strukturwandelkonferenz in Schmochtitz!
Erfahren Sie alles zur Strukturwandelkonferenz am 18. November 2025 in Bautzen zur Förderung der Akzeptanz erneuerbarer Energien.

Gemeinsam für die Energiewende: Strukturwandelkonferenz in Schmochtitz!
Am 18. November 2025 findet in Schmochtitz die Strukturwandelkonferenz statt, zu der der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie die Vereinigung zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien (VEE) einladen. Die Veranstaltung läuft von 09:30 bis 15:30 Uhr im Bildungsgut Schmochtitz, Bautzen und hat das Ziel, die Akzeptanz für die Energiewende in Sachsens Kommunen zu steigern. Fachtage, Networking und der Austausch zwischen Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Kommunen und Wirtschaft stehen auf dem Programm. Die Themen umfassen unter anderem die Rolle von Freiflächen-Solarparks für die Artenvielfalt sowie die Vorteile von Bürgerenergiegemeinschaften.
Doch was bringt die Energiewende tatsächlich? Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch im Jahr 2024 bei 55 Prozent lag. Das Ziel ist klar: Bis 2030 soll dieser Anteil auf 80 Prozent steigen. Die Herausforderungen sind jedoch nicht zu unterschätzen. Neben der fehlenden Akzeptanz sind auch unzureichende Finanzierungen und Netzengpässe bestehende Hürden. Bürgerenergieprojekte bieten hier eine Lösung und sind seit den 1980er-Jahren in Deutschland ein fester Bestandteil der Energiewende.
Bürgerenergie als Schlüssel zur Akzeptanz
Durch das 2000 eingeführte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) konnten zahlreiche Bürgerwindparks und Solarprojekte realisiert werden. Aktuell gibt es in Deutschland schätzungsweise zwischen 2.500 und 3.000 Bürgerenergiegemeinschaften, wobei etwa ein Drittel als Genossenschaften organisiert ist. Ein bemerkenswerter Aspekt ist, dass etwa 12,5 Prozent der installierten Windenergieleistung aus Bürgerhand stammen. Im Bereich Photovoltaik liegt der Anteil noch niedriger bei rund 43 Prozent, die von privaten Haushalten betrieben wird.
Die EU unterstützt die Energiewende durch die Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III), die den Zugang von Energiegemeinschaften zum Energiemarkt fördert. In Deutschland gibt es jedoch einige regulatorische Einschränkungen, die es gemeinschaftlichem Verbrauch erschweren. Genau hier setzen die Diskussionen auf der Konferenz an, denn die Bürgerenergie eröffnet die Möglichkeit zur gesellschaftlichen Mitwirkung und ist zentral für eine nachhaltige Zukunft.
Der Weg zur erfolgreichen Energiewende
Die Zukunft sieht rosig aus: Studien zeigen, dass theoretisch bis zu 90 Prozent aller Haushalte in der Lage wären, ihren Strom gemeinschaftlich selbst zu erzeugen. Die Bürgerenergie kann Bereiche erschließen, die für kommerzielle Anbieter weniger attraktiv sind, wie lokale Wärmenetze. So wird nicht nur die regionale Wertschöpfung gefördert, sondern auch die Akzeptanz in der Bevölkerung erheblich gesteigert.
Um die Potenziale der Bürgerenergie voll auszuschöpfen, sind jedoch politische Maßnahmen erforderlich. Die Bundesregierung wird aufgefordert, messbare und rechtsverbindliche Zielsetzungen zu formulieren und die Rahmenbedingungen für Bürgerenergie anzupassen. Neben der digitalen Vernetzung, die für die Integration von Bürgerenergieanlagen essenziell ist, sollte auch an der Flexibilisierung des Stromverbrauchs gearbeitet werden.
Wer sich für die Strukturwandelkonferenz interessiert, sollte sich sputen, denn der Anmeldeschluss ist der 1. November 2025. Auf der Konferenz bietet sich die Chance, aktiv an der Energiewende teilzunehmen und die Weichen für eine nachhaltige Zukunft zu stellen.