Protest gegen Witschas: Endlösung sorgt für Aufregung in Bautzen!
Unbekannte Aktivisten hissen in Bautzen ein Protestbanner gegen Landrat Witschas. Anlass sind umstrittene Äußerungen zur Flüchtlingspolitik.

Protest gegen Witschas: Endlösung sorgt für Aufregung in Bautzen!
In Bautzen ist am 4. Oktober 2025 ein aufrüttelnder Protest gegen den CDU-Landrat Udo Witschas in vollem Gange. Um etwa 6:30 Uhr hievten unbekannte Aktivisten ein großes Banner mit der aufdringlichen Botschaft: „‘Endlösung‘ für Witschas? Rücktritt!“. Das Banner war für einige Minuten von der Friedensbrücke gut sichtbar und machte damit auf Witschas’ umstrittene Äußerungen während einer Kreistagssitzung am 29. September aufmerksam, wo er keine „Endlösung“ für ukrainische Geflüchtete anstrebte, aber trotzdem das Thema äußerst problematisch ansprach. Der Protest zeigt, dass die Bürger in Bautzen sich nicht mit den Worten ihrer politischen Vertreter zufrieden geben möchten, die von der Öffentlichkeit als extremistisch wahrgenommen werden.
Udo Witschas, der nicht allein wegen seiner fragwürdigen Äußerungen in die Kritik geriet, hat auch enge Verbindungen zu rechtsextremen Kräften. So trifft er sich regelmäßig mit dem verurteilten Straftäter Karsten Hilse, einem führenden Mitglied der AfD, was in Bautzen für Aufregung sorgt. Er hat sogar ein Bild dieses Treffens in seinem Büro ausgestellt, was die besorgniserregende Verquickung von politischen Ansichten und verwaltenden Aufgaben unterstreicht. Trotz dieser skandalösen Verbindungen bleibt die CDU zu Witschas’ Verhalten auffallend still, während der Deutsche Journalistenverband Sachsen seinen Umgang mit der Presse sowie die Absetzung des Förderungprogramms „Partnerschaften für Demokratie“, das 200.000 Euro Verlust mit sich bringt, scharf kritisiert.
Protestwelle gegen Rechtsextremismus
Die Demonstration in Köln verlief friedlich und zeigte, dass die Bürgerinnen und Bürger eine klare Botschaft senden wollen – eine Botschaft für Vielfalt und gegen Ausgrenzung. Auch in anderen Städten wie Aschaffenburg, Berlin und Halle mobilisierten sich Tausende, um ein starkes Zeichen zu setzen.
Ein Problem, das mehr als Bautzen betrifft
Die bedenklichen Äußerungen von Witschas und die inakzeptablen Umgangsformen mit Journalisten werfen Fragen über den Zustand der Meinungsfreiheit in Sachsen auf. Das Landratsamt von Bautzen hat die kritischen Berichterstatter mit dem Vorwurf des „Denunziantentums“ konfrontiert, was auf ein problematisches Verhältnis zur Presse hindeutet. Viele fragen sich, wie es in einer Demokratie möglich sein kann, dass Ämter derart mit politischen Ansichten verwoben werden, ohne dass es zu einer öffentlichen Kontrolle oder Diskussion kommt.
Der Protest in Bautzen und die landesweiten Demonstrationen zeigen, dass Bürger nicht bereit sind, solche Zustände hinzunehmen. Es liegt in der Luft, dass der Fokus auf die Verantwortlichen gerichtet werden muss, um die Weichen für eine demokratische und offene Gesellschaft neu zu stellen.