Verkehrssicherung und Holzernte im Chemnitzer Kommunalwald gestartet!
Ab Oktober 2025 beginnt im Kommunalwald Chemnitz die Verkehrssicherung und Holzernte; Infos über betroffene Gebiete und Maßnahmen.

Verkehrssicherung und Holzernte im Chemnitzer Kommunalwald gestartet!
Im Herzen von Chemnitz stehen bedeutende Veränderungen im Kommunalwald bevor. Ab sofort starten umfangreiche Arbeiten zur Verkehrssicherung und Holzernte, die das Grünflächenamt der Stadt Chemnitz initiiert hat. Sorgfältig ausgewählte Baumpflegefirmen übernehmen die nötigen Maßnahmen. Die Problematik ist nicht zu unterschätzen: Viele der alten Buchen und Eschen in den Wäldern haben einen bedenklichen Kronenzustand und einen hohen Anteil an Totholz. Besonders betroffen sind die Gebiete um den Wasserwerkspark, den Glösaer und Crimmitschauer Wald sowie das Fischzuchtgrund und den Waldrand am Riedteich.
Verkehrssicherungsmaßnahmen werden bereits seit Oktober an den Waldrändern umgesetzt. Mit dem Anstieg der Holzernte, der im November beginnt, wird nicht nur der Zustand des Waldes verbessert, sondern auch die Sicherheit für alle Besucher:innen gewährleistet. Die schöne, aber auch sturmgefährdete Baumartenlandschaft hat in der Vergangenheit einiges durchgemacht, und der *Borkenkäferbefall* zeigt dank guter Witterung einen Rückgang. Trotzdem bleibt die kontinuierliche Pflege und Durchforstung von Laubholzbeständen ein zentrales Anliegen.
Der Borkenkäfer: Eine ständige Herausforderung
Die Herausforderungen durch das Schädlingsthema sind nicht neu. FOVGIS Bayern erklärt, dass die Fangzahlen von Borkenkäfern erst am folgenden Tag sichtbar gemacht werden können. Es wird betont, wie wichtig die rechtzeitige Antwort auf hohe Befallspotenziale ist. Schutzmaßnahmen wie das Entfernen von Sturmholz sind elementar, um einer weiteren Ausbreitung entgegenzuwirken.
Erfahrene Forstexperten wie Kohnle und Hans-Ulrich Kison empfehlen, mit einem durchdachten Brutraummanagement eine Prophylaxe zur Verlangsamung des Populationsaufbaus zu betreiben. Eine „saubere Waldwirtschaft“ kann helfen, Käfern den Brutraum zu entziehen und somit die Vermehrungsrate zu reduzieren. Diese Anstrengungen sind oft langwierig, zeigen jedoch lobenswerte Erfolge, indem die Befallsraten gesenkt werden können. Trotzdem bleibt die Bekämpfung eine Daueraufgabe, die ständige Beobachtung und ein aktives Handeln erfordert.
Praktische Informationen für Waldbesucher:innen
Waldbesucher:innen sollten sich bewusst sein, dass während der Holzernte und Verkehrssicherungsmaßnahmen die betroffenen Waldflächen und Wege gesperrt sind. Lebensgefahr droht, wenn man diese Absperrungen missachtet. Es ist entschieden ratsam, Holzpolter nicht zu betreten oder zu beklettern.
Für Bürger:innen gibt es bis Februar 2026 die Möglichkeit, Brennholzscheine bei Revierförster Jörg Weisbrich zu erwerben. Ein Raummeter Brennholz kostet 25 Euro, jedoch ist eine Mindestbestellung von drei Raummetern erforderlich. Um selbst im Wald Holz aufzuarbeiten, benötigt man einen Kettensägeschein sowie Schnittschutzkleidung. Wer an zwei Meter langem abfuhrbereitem Brennholz interessiert ist, sollte sich für mindestens fünf Raummeter anmelden. Bei größeren Bestellungen ab zehn Raummetern wird sogar die Lieferung nach Hause angeboten.
Für weitere Informationen zu den anstehenden Waldarbeiten ist das Grünflächenamt die richtige Anlaufstelle. Man kann gerne per E-Mail Kontakt aufnehmen, um etwaige Fragen zu klären.
Abschließend bleibt zu sagen, dass eine gut geplante Holzernte nicht nur der Verkehrssicherheit, sondern auch der Gesundheit des Waldes dient, sodass dieser auch in Zukunft für alle zugänglich bleibt und eine grüne Oase in der Stadt darstellt.