Obstboom 2025: Ansturm auf Mostereien in Brandenburg hat begonnen!
Hohe Nachfrage nach Mostereien in Oder-Spree: Obsternte 2025 erfordert Terminvereinbarungen für Saftverarbeitung.

Obstboom 2025: Ansturm auf Mostereien in Brandenburg hat begonnen!
In diesem Jahr herrscht eine regelrechte Obstschwemme in Deutschland, die die Nachfrage nach Mostereien in die Höhe schnellen lässt. Viele Kundinnen und Kunden bringen ihre Ernte mit: Unter anderem melden Betreiber wie Mario Flach von der Mobilen Mosterei Berlin einen Ansturm auf Terminbuchungen. „Das ist der Wahnsinn! Viele bringen bis zu 350 Kilo Äpfel – da muss man schnell einen Termin ergattern“, erzählt Flach begeistert. Auch die Mosterei Skotti in Buckow hat alle Hände voll zu tun mit den einströmenden Äpfeln.
Achim Fießinger von der Mostmanufaktur Havelland verarbeitet täglich drei bis fünf Tonnen Obst, vorwiegend von Privatpersonen. Für ihn ist die Saison alles andere als ruhig. „Jeder will seinen eigenen Saft pressen; wir haben alle Möglichkeiten, um verschiedene Mischungen anzubieten“, berichtet er. Um den Geschmack des Safts zu verbessern, werden in Buckow die Äpfel der Kunden gemischt – da wird die Geschmacksvielfalt gleich doppelt so groß!
Die Apfelsaison so gut wie nie
Stand heute, am 30. August 2025, zeigt eine Schätzung des Statistischen Bundesamtes, dass die Apfelernte überdurchschnittlich gut ausfällt. Dank der milden Bedingungen während der Blütezeit können die ersten reifen Äpfel nun verarbeitet werden. “Möchten Sie einen frischen Apfelsaft genießen? Dann sind Sie bei uns genau richtig!“, sagt Flach und verweist auf die offizielle Eröffnung der Brandenburger Apfelsaison, die am Montag durch Agrarministerin Hanka Mittelstädt in Altlandsberg gefeiert wurde.
Die Kunden müssen für die Verarbeitung mindestens 100 Kilo Obst mitbringen, kleinere Mengen können allerdings zusammengelegt werden. Besonders beliebt sind reiner Apfelsaft sowie Mischungen mit Johannisbeere oder Sauerkirsche. Flach’s Betrieb kann bis zu acht Tonnen Äpfel pro Tag verarbeiten, was etwa 5.600 Litern Saft ergibt – hier macht jeder Handgriff einen Unterschied!
Mobil oder stationär – die Qual der Wahl
Deutschland kann sich über eine vielfältige Auswahl an Mostereien freuen: Mehr als 400 Stationen und mobile Mostereien sind bundesweit im Einsatz, davon 304 stationär und 129 mobil. Diese verarbeiten Obst meist nach Terminabsprache. Die Liste wird kontinuierlich aktualisiert, sodass Interessierte leicht eine geeignete Mosterei finden können. Zahlreiche Betriebe erlauben die Verarbeitung in Kleinmengen, sodass auch Hobbygärtner auf ihre Kosten kommen. So werden in vielen Mostereien flüssige Köstlichkeiten wie Erdbeer-Smoothies oder Apfelmus ebenfalls angeboten.
- 304 stationäre Mostereien
- 129 mobile Mostereien
- 12 Ölmühlen aus 15 Bundesländern
Aktuell erfreuen sich auch spezielle Produkte wie Ingwersaft und exotische Früchte wie Kiwis großer Beliebtheit. Doch Vorsicht: Unreife Äpfel können zu dickflüssigem, ungenießbarem Saft führen. Also stets den Reifegrad prüfen, bevor es ans Pressen geht!
Wer noch unsicher ist, wie viel Obst er selbst zu Hause hat, kann sich an den NABU wenden, der eine umfassende Übersicht über die Mostereien und ihre Dienstleistungen bietet. So wird auch der letzte Rest der eigenen Obsternte sinnvoll genutzt und für köstliche Säfte oder Öle verarbeitet. Ein Hoch auf die reichhaltige Ernte!
Fazit: Die kommende Apfelsaison verspricht viel Freude für Obstliebhaber und Saft-Fans. Die Kombination aus frischen Früchten und den vielfältigen Angeboten in den Mostereien sorgt für ein unvergessliches Geschmackserlebnis.
Borkener Zeitung berichtet, NABU informiert, Destatis klärt auf.